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Gastritis (MagenschleimhautentzĂŒndung): Medizinisches Lernmaterial fĂŒr Studenten & Ärzte. Ursachen, Pathophysiologie, Diagnostik & Therapie der Typen A, B, C.

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Gastritis

❗ Die Gastritis ist eine akute oder chronische EntzĂŒndung der Magenschleimhaut. Klinisch entscheidend ist die Unterscheidung der akuten Verlaufsform (Noxen, Stress, Erreger) von der chronischen Form, die nach der ABC-Klassifikation in Typ A, B und C eingeteilt wird.

Einteilung und Ursachen

Die akute Gastritis entsteht durch Noxen (Alkohol, Nikotin), Medikamente (vor allem NSAR, Glukokortikoide), Erreger oder extremen pathophysiologischen Stress. Die Stress-Gastritis (hÀmorrhagisch-erosive Gastritis) tritt bei schweren Erkrankungen, Schock, Multiorganversagen, Trauma, Verbrennungen oder Langzeitintubation auf und ist meist Folge einer Schleimhaut-IschÀmie.

❗ Die chronische Gastritis wird nach der ABC-Klassifikation eingeteilt: Typ A = Autoimmungastritis, Typ B = Helicobacter-pylori-assoziiert (mit ~80 % die hĂ€ufigste Form), Typ C = chemisch ausgelöst (NSAR, Kortikosteroide, Gallereflux).

  • ❗ Typ A (Autoimmun) und Typ B (H.-pylori) gehen mit einem erhöhten Karzinomrisiko einher.
  • Typ C (chemisch) hat dieses erhöhte Karzinomrisiko nicht.

Klinik und Diagnostik

Die akute Gastritis verlĂ€uft unspezifisch mit Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen und epigastrischem Druck, klingt aber meist nach wenigen Tagen ab. ❗ Die chronische Gastritis ist meist asymptomatisch und zeigt eine geringe Korrelation mit dem endoskopischen Befund.

❗ Die Diagnosesicherung der chronischen Gastritis ist nur histologisch möglich: obligat sind eine ÖGD mit Biopsien aus Korpus und Antrum zum Nachweis von Helicobacter pylori, Atrophie/Metaplasie und zum Ausschluss eines MALT-Lymphoms. Endoskopisch werden die nicht-erosive, die erosive (oft NSAR-bedingt) und die ulzerative Form unterschieden.

Therapie

❗ Bei der akuten Gastritis stehen Nahrungskarenz und ein PPI (z. B. Pantoprazol) im Vordergrund; sie ist meist selbstlimitierend. Bei der chronischen Gastritis wird symptomatisch mit einem PPI behandelt.

  • ❗ Typ B und H.-pylori-positiver Typ A: H.-pylori-Eradikationstherapie (in Deutschland Erstlinie: Bismut-haltige Quadrupeltherapie = PPI + Bismut + Tetracyclin + Metronidazol, mindestens 10 Tage).
  • Typ A zusĂ€tzlich bei perniziöser AnĂ€mie: Vitamin B12 parenteral; jĂ€hrliche Kontroll-Gastroskopien.
  • Typ C: auslösende Noxe weglassen, PPI-Prophylaxe bei nötiger NSAR-Einnahme, Colestyramin bei Gallereflux.
  • ⚡ Verwechslungsgefahr der drei Typen: Typ A autoimmun, Typ B H.-pylori-assoziiert, Typ C chemisch.
  • Karzinomrisiko erhöht bei Typ A und Typ B, nicht bei Typ C.
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Gastritis

❗ Die Gastritis ist eine akute oder chronische EntzĂŒndung der Magenschleimhaut, ausgelöst durch Erreger, Noxen, Stress oder Autoimmunprozesse, die zu einer oberflĂ€chlichen SchĂ€digung der Magenschleimhaut fĂŒhrt. PrĂŒfungsrelevant sind vor allem die ABC-Klassifikation der chronischen Gastritis und die histologische Diagnosesicherung.

Definition und Epidemiologie

DefinitionsgemĂ€ĂŸ handelt es sich um eine akute oder chronische EntzĂŒndung der Magenschleimhaut. Auslöser sind Erreger, Noxen, extremer Stress oder Autoimmunprozesse, die eine oberflĂ€chliche SchleimhautschĂ€digung verursachen. Die PrĂ€valenz ist hoch, die Gastritis ist also ein hĂ€ufiges Krankheitsbild.

Ätiologie der akuten Gastritis

Die akute Gastritis entsteht durch ein breites Ursachenspektrum. Zu den Noxen zĂ€hlen Alkohol, Nikotin, UrĂ€mietoxine sowie bakterielle Toxine im Rahmen einer Lebensmittelvergiftung (vor allem durch Staphylococcus aureus und Bacillus cereus). Unter den Medikamenten sind besonders NSAR, Bisphosphonate, KaliumprĂ€parate, Zytostatika und Glukokortikoide bedeutsam — Glukokortikoide können die schleimhautschĂ€digende Wirkung insbesondere von NSAR verstĂ€rken.

Eine Sonderstellung nimmt die Stress-Gastritis ein (synonym hĂ€morrhagisch-erosive Gastritis): Sie tritt bei schweren Erkrankungen, Schock, Multiorganversagen, Trauma, Verbrennungen, Langzeitintubation oder postoperativ auf und ist pathogenetisch oft Folge einer IschĂ€mie; sie kann in ein Stressulkus ĂŒbergehen. Weitere Ursachen sind Erreger (Bakterien wie Salmonellen, Viren wie Norovirus), physikalische Noxen (StrahlenschĂ€den, Verbrennung) sowie die Ätz-Gastritis durch Intoxikation mit SĂ€uren oder Laugen.

Chronische Gastritis — ABC-Klassifikation

Die chronische Gastritis wird nach der ABC-Klassifikation eingeteilt. Typ A ist die Autoimmungastritis; sie geht mit einem ❗ erhöhten Karzinomrisiko einher. Typ B ist die Helicobacter-pylori-assoziierte (bakterielle) Gastritis und mit ~80 % die hĂ€ufigste Form der chronischen Gastritiden; auch sie hat ein ❗ erhöhtes Karzinomrisiko. Typ C ist die chemisch ausgelöste Gastritis, typischerweise durch NSAR oder Kortikosteroide.

  • ⚡ HĂ€ufige PrĂŒfungsfalle: Die Annahme, auch Typ C erhöhe das Karzinomrisiko, ist falsch — nur Typ A und Typ B tragen das erhöhte Risiko.

Sonderformen

Beim Gastrinom (Zollinger-Ellison-Syndrom) stimuliert die massive Gastrin-AusschĂŒttung des neuroendokrinen Tumors die gastrale SĂ€ureproduktion ĂŒbermĂ€ĂŸig; Folgen sind glandulĂ€re Hyperplasie, rezidivierende, therapierefraktĂ€re Ulzera sowie Steatorrhö bzw. Diarrhö durch Inaktivierung der Pankreaslipase. Die eosinophile Gastritis ist mit anderen atopischen Erkrankungen assoziiert. Sehr selten ist die Riesenfaltengastritis.

Symptomatik

Die akute Gastritis verlĂ€uft unspezifisch mit Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, epigastrischem Druck und Schmerzen sowie schlechtem Geschmack im Mund; die Beschwerden klingen nach wenigen Tagen ab. Bei der Stressgastritis kann es zu HĂ€matemesis und MelĂ€na kommen.

❗ Die chronische Gastritis zeigt eine geringe Korrelation mit dem endoskopischen Befund und ist meist asymptomatisch mit schubhaftem Verlauf; manchmal bestehen uncharakteristische dyspeptische Beschwerden, Oberbauchschmerzen, Appetitlosigkeit, allgemeine SchwĂ€che oder Übelkeit und Erbrechen.

Diagnostik

Bei der akuten Gastritis dient die körperliche Untersuchung vor allem dem Ausschluss von Differenzialdiagnosen und eines akuten Abdomens. ❗ Zentrales Verfahren ist die Endoskopie, mit der der Schweregrad bestimmt wird: die nicht-erosive Gastritis (gerötete, ödematöse Schleimhaut; vor allem bei Autoimmun- und H.-pylori-assoziierter EntzĂŒndung), die erosive Gastritis (diffuse hĂ€morrhagische Schleimhautdefekte, meist durch NSAR) und die ulzerative Gastritis (ausgeprĂ€gte Erosionen mit SchĂ€digung der Muscularis mucosae, kleine Ulzerationen und Fibrinauflagerungen).

❗ Die Diagnosesicherung der chronischen Gastritis ist nur histologisch möglich. Indikationen sind ausgeprĂ€gte, lang anhaltende Symptomatik, AnĂ€mie, Blutungszeichen sowie Risikofaktoren (NSAR-Einnahme, KomorbiditĂ€t, Ă€ltere Patienten). Es erfolgt immer eine ❗ ÖGD mit Biopsien aus Korpus und Antrum, um Helicobacter pylori und ein MALT-Lymphom zu bestĂ€tigen oder auszuschließen; histologisch zeigen sich Atrophie (dĂŒnne Schleimhaut) und Metaplasien. ErgĂ€nzend wird eine Helicobacter-Diagnostik durchgefĂŒhrt.

Differenzialdiagnosen

Abzugrenzen sind andere Magenerkrankungen wie das Reizmagensyndrom (nicht-ulzeröse Dyspepsie, hĂ€ufig mit Reizdarmsyndrom assoziiert, endoskopisch ohne SchleimhautschĂ€digung), das Magenkarzinom (mitunter nur histologisch vom Ulkus unterscheidbar — daher immer Biopsien und ggf. Verlaufskontrolle) und die gastroösophageale Refluxkrankheit (Aufstoßen, eher thorakaler Schmerz). Erkrankungen anderer Verdauungsorgane (Cholelithiasis, akute Pankreatitis) sowie kardiale/pulmonale Ursachen (Hinterwandinfarkt, Pleuritis) gehören ebenfalls in die Differenzialdiagnose.

Therapie

❗ Die akute Gastritis ist in der Regel innerhalb weniger Tage selbstlimitierend; therapeutisch genĂŒgen meist Nahrungskarenz und ein PPI. Bei der chronischen Gastritis werden allgemein Alkohol und Rauchen reduziert (Kaffee umstritten) und ❗ symptomatisch ein PPI eingesetzt. PPI (1. Wahl Pantoprazol, Omeprazol) hemmen die H+/K+-ATPase der Parietalzellen irreversibel. Seltener kommen H2-Rezeptor-Blocker (Cimetidin), Anticholinergika (Pirenzepin), Misoprostol, Antazida, Sucralfat oder Prokinetika (Metoclopramid, Domperidon) zum Einsatz.

Bei Typ-A-Gastritis mit positivem H.-pylori-Nachweis erfolgt eine Eradikationstherapie, bei perniziöser AnĂ€mie zusĂ€tzlich eine parenterale Vitamin-B12-Substitution, dazu jĂ€hrliche Kontroll-Gastroskopien. Bei Typ-B-Gastritis ist die ❗ H.-pylori-Eradikationstherapie indiziert — auch bei asymptomatischer H.-pylori-Gastritis — ergĂ€nzt um jĂ€hrliche Kontroll-Gastroskopien. Bei Typ-C-Gastritis wird die auslösende Noxe weggelassen (Dosisreduktion der NSAR oder Umstieg auf ein anderes Schmerzmittel), bei nötiger NSAR-Einnahme eine PPI-Prophylaxe gegeben und bei Gallereflux ggf. Colestyramin eingesetzt.

  • ❗ Aktuelle Erstlinien-Eradikation in Deutschland: Bismut-haltige Quadrupeltherapie (PPI + Bismut-Kalium-Salz + Tetracyclin + Metronidazol) ĂŒber mindestens 10 Tage — die clarithromycinbasierte Tripeltherapie ist wegen Resistenzen nicht mehr Erstlinie.

Komplikationen

Bei Typ-A-Gastritis drohen perniziöse AnĂ€mie und funikulĂ€re Myelose (durch Intrinsic-Factor-Mangel mit gestörter Vitamin-B12-Absorption), eine reaktive HypergastrinĂ€mie mit Hyperplasie der enterochromaffinen Zellen und Ausbildung von Mikrokarzinoiden (ca. 5 % der FĂ€lle) sowie — auf dem Boden der Schleimhautatrophie — eine intestinale Metaplasie mit Dysplasie- und Neoplasierisiko; zudem gehĂ€ufte gastrointestinale Infektionen und Pneumonien.

Bei Typ-B-Gastritis sind die gastroduodenale Ulkuskrankheit, die atrophische Gastritis (bei Übergreifen auf die Korpusschleimhaut), das ❗ Magenkarzinom (intestinale Metaplasie) und gastrale B-Zell-/MALT-Lymphome sowie chronische Urtikaria und idiopathische thrombozytopenische Purpura zu nennen. Typ-C-Gastritis kann zu Ulkuskrankheit und gastrointestinalen Blutungen fĂŒhren; die Ätz-Gastritis birgt Perforationsgefahr.

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Gastritis

Terminologie und Patientensprache

Gastritis (Plural: Gastritiden) ist der Fachbegriff. GegenĂŒber Patientinnen und Patienten sprechen Sie von einer MagenschleimhautentzĂŒndung.

  • Fachbegriff: Gastritis · Plural: Gastritiden
  • Patientensprache: MagenschleimhautentzĂŒndung ("eine EntzĂŒndung der Schleimhaut, die Ihren Magen von innen auskleidet")

❗ Die Gastritis ist eine akute oder chronische EntzĂŒndung der Magenschleimhaut. Im PatientengesprĂ€ch erklĂ€ren Sie das Krankheitsbild als „MagenschleimhautentzĂŒndung" und unterscheiden eine kurz dauernde akute Form von einer chronischen Form (Typ A, B und C).

Worum es geht

Die akute Gastritis entsteht hĂ€ufig durch Alkohol, Rauchen, bestimmte Schmerzmittel (NSAR) oder Infektionen und klingt meist nach wenigen Tagen ab. Die chronische Gastritis wird in drei Typen eingeteilt: Typ A (eine Autoimmunform), Typ B (durch das Magenbakterium Helicobacter pylori, mit Abstand am hĂ€ufigsten) und Typ C (durch Substanzen wie Schmerzmittel oder GallenflĂŒssigkeit).

Wichtig im GesprÀch: Die chronische Gastritis macht oft keine oder nur geringe Beschwerden. Zur sicheren Diagnose ist eine Magenspiegelung mit Gewebeentnahme notwendig.

Anamnese und ErklÀrung

Fragen Sie gezielt nach Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Appetit, Alkohol- und Nikotinkonsum sowie nach der Einnahme von Schmerzmitteln. ErklĂ€ren Sie der Patientin oder dem Patienten, dass die Behandlung der akuten Form meist in Schonkost/Nahrungspause und einem Magenschutz (PPI) besteht und dass bei nachgewiesenem Helicobacter pylori eine Behandlung mit mehreren Medikamenten (Antibiotika plus Magenschutz) durchgefĂŒhrt wird.

  • ❗ Zur Diagnosesicherung der chronischen Form ist eine Magenspiegelung (ÖGD) mit Gewebeproben erforderlich.
  • Mögliche Anamnesefrage: „Nehmen Sie regelmĂ€ĂŸig Schmerzmittel ein, zum Beispiel gegen Gelenk- oder RĂŒckenschmerzen?"
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Gastritis

Terminologie und Patientensprache

Der Fachbegriff lautet Gastritis, der medizinische Plural Gastritiden. Im PatientengesprĂ€ch verwenden Sie durchgehend die Laienbezeichnung MagenschleimhautentzĂŒndung.

  • Gastritis (Singular) · Gastritiden (Plural) — Fachterminologie
  • Patientensprache: MagenschleimhautentzĂŒndung
  • Hilfreiche Umschreibung: „eine EntzĂŒndung der inneren Schutzschicht Ihres Magens"
  • Begleitbegriffe fĂŒr die AufklĂ€rung: Magenspiegelung (= ÖGD), Gewebeprobe (= Biopsie), Magenschutz (= PPI)

❗ Die Gastritis ist eine akute oder chronische EntzĂŒndung der Magenschleimhaut. FĂŒr die FachsprachprĂŒfung sind das sichere Wechseln zwischen Fachbegriff und Patientensprache ("MagenschleimhautentzĂŒndung"), eine strukturierte Anamnese und eine verstĂ€ndliche AufklĂ€rung ĂŒber Magenspiegelung und Behandlung zentral.

Was die Erkrankung ist

Die Gastritis ist eine EntzĂŒndung der Magenschleimhaut, die durch Krankheitserreger, schĂ€digende Substanzen (Noxen), starken körperlichen Stress oder eine Fehlsteuerung des Immunsystems (Autoimmunprozess) ausgelöst wird. Man unterscheidet eine akute von einer chronischen Verlaufsform. ErklĂ€ren Sie der Patientin oder dem Patienten, dass die akute Form meist vorĂŒbergehend ist, wĂ€hrend die chronische Form lĂ€nger besteht und oft kaum Beschwerden macht.

Ursachen

Die akute Gastritis wird hÀufig durch Alkohol, Nikotin, bestimmte Schmerzmittel (NSAR) oder durch Infektionen (zum Beispiel nach verdorbenen Lebensmitteln) ausgelöst. Eine besondere Form ist die Stress-Gastritis, die bei sehr schweren Erkrankungen, nach Operationen oder auf der Intensivstation auftreten kann.

Die chronische Gastritis wird in drei Typen eingeteilt: Typ A ist eine Autoimmunform, Typ B wird durch das Magenbakterium Helicobacter pylori verursacht und ist mit Abstand die hĂ€ufigste Form, Typ C entsteht durch chemische Reize wie Schmerzmittel oder zurĂŒckfließende GallenflĂŒssigkeit. Patientengerecht können Sie erlĂ€utern, dass besonders die Typen A und B langfristig das Risiko fĂŒr Magenkrebs leicht erhöhen können und deshalb kontrolliert werden.

Anamnese

Eine strukturierte Anamnese erfasst Charakter und Lokalisation der Beschwerden, Begleitsymptome und mögliche Auslöser. Achten Sie auf Oberbauchbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen sowie auf Hinweise fĂŒr eine Blutung (schwarzer Stuhl, Bluterbrechen).

  • „Wo genau haben Sie die Beschwerden — eher im Oberbauch, in der Magengegend?"
  • „Ist Ihnen ĂŒbel, mĂŒssen Sie erbrechen, haben Sie Appetit?"
  • „Nehmen Sie regelmĂ€ĂŸig Schmerzmittel ein, etwa gegen Kopf-, Gelenk- oder RĂŒckenschmerzen?"
  • „Trinken Sie Alkohol, rauchen Sie?"
  • „Hatten Sie schwarzen Stuhlgang oder haben Sie Blut erbrochen?" (Warnung: Hinweis auf eine Magenblutung)

Diagnostik und AufklÀrung

ErklĂ€ren Sie verstĂ€ndlich, dass die sichere Diagnose der chronischen Gastritis ❗ nur ĂŒber eine Gewebeuntersuchung möglich ist: Dazu wird eine Magenspiegelung (ÖGD) durchgefĂŒhrt und es werden kleine Gewebeproben aus dem Magenkörper (Korpus) und dem Magenausgang (Antrum) entnommen. Diese Proben dienen dazu, das Bakterium Helicobacter pylori und eine besondere LymphknotenverĂ€nderung (MALT-Lymphom) zu bestĂ€tigen oder auszuschließen.

Im AufklĂ€rungsgesprĂ€ch betonen Sie, dass die Untersuchung in der Regel kurz dauert, auf Wunsch hĂ€ufig mit einem Beruhigungsmittel durchgefĂŒhrt wird und dass die Gewebeentnahme selbst in der Regel nicht schmerzhaft ist.

Therapie

Bei der akuten Gastritis genĂŒgen meist eine Nahrungspause/Schonkost und ein Magenschutz (PPI), da die Beschwerden in der Regel von selbst abklingen. Bei der chronischen Gastritis wird symptomatisch ebenfalls ein PPI gegeben und das Reduzieren von Alkohol und Rauchen empfohlen.

Wird Helicobacter pylori nachgewiesen (Typ B und auch ein Typ A mit zusĂ€tzlichem Bakteriennachweis), erfolgt eine Eradikationstherapie — eine kombinierte Behandlung mit mehreren Antibiotika plus Magenschutz ĂŒber mehrere Tage, in Deutschland heute meist als Bismut-haltige Vierfachtherapie ĂŒber mindestens zehn Tage. Bei der Autoimmunform (Typ A) kann zusĂ€tzlich Vitamin B12 als Spritze nötig sein. Bei der chemischen Form (Typ C) steht das Weglassen der auslösenden Substanz im Vordergrund.

  • Patientengerechte ErklĂ€rung: „Das Magenbakterium lĂ€sst sich mit einer Kombination aus Antibiotika und einem sĂ€urehemmenden Mittel ĂŒber etwa zehn Tage behandeln."
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