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Undulationsphänomen: Neurophysiologie, Klinik, Differenzialdiagnose und Therapie. Audiovisuelle für Medizinstudium und Ärzte.

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Undulationsphänomen

❗ Das Undulationsphänomen (Fluktuationswelle) ist ein klinisches Palpationszeichen für freie Flüssigkeit im Bauchraum und damit ein Hinweis auf Aszites — es ist jedoch unsicher und nur bei größeren Aszitesmengen positiv.

Prinzip und Durchführung

Beim flach liegenden Patienten klopft man mit den Fingern auf eine Flanke und tastet mit der anderen Hand die gegenüberliegende Flanke. Ist eine Druck- bzw. Flüssigkeitswelle auf der Gegenseite spürbar, gilt das Zeichen als positiv — die Welle wird durch die freie Flüssigkeit fortgeleitet.

Eine Hilfsperson (oder der Patient selbst) legt die Handkante längs auf die Bauchmitte, um die Wellenfortleitung über die Bauchdecke selbst zu dämpfen — nur eine über die Flüssigkeit fortgeleitete Welle zählt.

  • Untersuchung in Rückenlage; Anstoßen der einen Flanke, Tasten an der anderen
  • positiv = fortgeleitete Welle auf der Gegenseite tastbar
  • Handkante auf die Bauchmitte = Dämpfung der Fortleitung über die Bauchwand

Stellenwert in der Diagnostik

Das Zeichen ist unspezifisch und wenig sensitiv: Es wird erst bei ausgeprägtem, gespanntem Aszites positiv und ist daher ein spätes Zeichen. Ein negativer Befund schließt einen Aszites nicht aus.

Klinisch wird ein Aszites ab etwa 500 ml überhaupt fassbar; die verschiebliche Flankendämpfung (Perkussion) ist das zuverlässigere bettseitige Zeichen. ❗ Methode der Wahl zum Nachweis ist die Abdomensonografie — sie ist am sensitivsten und erfasst bereits ab etwa 50 ml freie Flüssigkeit.

  • ⚡ Nicht verwechseln mit der verschieblichen Flankendämpfung (Shifting Dullness) — das ist ein eigenes, perkutorisches Zeichen; bei adipöser Bauchwand droht zudem eine falsch positive Pseudo-Undulation, wenn die dämpfende Handkante fehlt.
  • Bei positivem Zeichen Aszites wahrscheinlich, bei negativem nicht ausgeschlossenSonografie sichert die Diagnose.
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Undulationsphänomen

❗ Das Undulationsphänomen (Fluktuationswelle) ist ein bettseitiges Palpationszeichen, das freie intraperitoneale Flüssigkeit und damit einen Aszites anzeigt. Es ist Teil der körperlichen Untersuchung, gilt aber als unsicher und ist der Sonografie klar unterlegen.

Definition und Prinzip

Das Undulationsphänomen beruht auf der Fortleitung von Flüssigkeits- bzw. Druckwellen durch freie Flüssigkeit in der Bauchhöhle. Synonym wird es als Fluktuationswelle bezeichnet. Grundlage ist, dass sich Wellen in einer Flüssigkeitsansammlung gut fortpflanzen, während sie über die solide Bauchwand kaum übertragen werden.

Durchführung

Der Patient liegt flach auf dem Rücken. Der Untersucher stößt mit den Fingern an einer Flanke kurz an die Bauchwand und legt die andere Hand flach auf die gegenüberliegende Flanke. Wird dort eine Druckwelle getastet, ist das Zeichen positiv.

Damit nicht eine über die Bauchdecke (Fett-/Weichteilgewebe) fortgeleitete Welle ein positives Ergebnis vortäuscht, legt eine Hilfsperson oder der Patient die Handkante längs auf die Bauchmitte. Diese dämpft die Übertragung über die Bauchwand, sodass nur die über die Flüssigkeit fortgeleitete Welle das Zeichen positiv macht.

  • Lagerung: Rückenlage
  • Anstoßen der einen Flanke → Tasten der Gegenseite
  • dämpfende Handkante auf die Bauchmitte
  • positiv = fortgeleitete Welle kontralateral tastbar

Stellenwert und Grenzen

Das Undulationsphänomen ist ein unsicheres Zeichen: Es wird erst bei größeren, gespannten Aszitesmengen positiv und ist damit wenig sensitiv und spät. Ein negatives Zeichen schließt einen Aszites nicht aus, ein positives macht ihn wahrscheinlich.

Im Rahmen der körperlichen Untersuchung wird ein Aszites klinisch ab etwa 500 ml fassbar. Bettseitig ist die verschiebliche Flankendämpfung (lageabhängige Perkussion der Flankendämpfung, „Shifting Dullness“) das zuverlässigere Zeichen. ❗ Den sichersten Nachweis liefert jedoch die Abdomensonografie: Sie ist am sensitivsten und weist freie Flüssigkeit bereits ab etwa 50 ml nach. In der heutigen Praxis wird die Diagnose daher sonografisch gesichert, nicht durch Palpationszeichen.

Fallstricke

⚡ Häufige Verwechslung mit der verschieblichen Flankendämpfung — beides sind bettseitige Aszites-Zeichen, das Undulationsphänomen ist aber ein Palpations-, die Flankendämpfung ein Perkussionszeichen. ⚡ Wird die dämpfende Handkante auf der Bauchmitte weggelassen, kann bei adipöser oder schlaffer Bauchdecke eine über die Bauchwand fortgeleitete Welle ein falsch positives Ergebnis vortäuschen (Pseudo-Undulation).

  • Undulationsphänomen = Fluktuationswelle: Palpationszeichen für freie Bauchflüssigkeit
  • unsicher, spät, wenig sensitiv → bei negativem Befund Aszites nicht ausgeschlossen
  • dämpfende Handkante auf die Bauchmitte ist obligat (sonst falsch positiv)
  • ❗ Goldstandard zum Nachweis: Abdomensonografie (ab ~50 ml)
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Undulationsphänomen

Terminologie und Patientensprache

Fachbegriff: Undulationsphänomen, gleichbedeutend Fluktuationswelle. Der zugrunde liegende Befund ist der Aszites (Synonym Bauchwassersucht).

  • Undulationsphänomen / Fluktuationswelle = das fortgeleitete „Wasser-Schwappen“ bei freier Bauchflüssigkeit
  • Aszites → in Patientensprache: Wasser im Bauch, Bauchwassersucht
  • Erklärung für den Patienten: „Ich prüfe, ob sich Flüssigkeit in Ihrem Bauch angesammelt hat.“

❗ Das Undulationsphänomen (Fluktuationswelle) ist ein einfaches Tastzeichen, mit dem man freie Flüssigkeit im Bauch — also einen Aszites — prüft. Es ist aber unsicher und gelingt nur bei größeren Flüssigkeitsmengen.

So wird untersucht

Der Patient liegt auf dem Rücken. Man stößt mit den Fingern an einer Flanke an und tastet mit der anderen Hand die andere Flanke. Spürt man dort eine Welle, ist das Zeichen positiv. Eine Hilfsperson legt die Handkante auf die Bauchmitte, damit nur eine echte, über die Flüssigkeit fortgeleitete Welle zählt.

  • Redemittel: „Ich klopfe hier an die Flanke und taste auf der anderen Seite.“
  • „Legen Sie bitte die Handkante längs auf die Mitte des Bauches.“
  • Bei positivem Zeichen ist Flüssigkeit wahrscheinlich; sicher nachweisen lässt sie sich erst mit der Ultraschalluntersuchung des Bauches.
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Undulationsphänomen

Terminologie und Patientensprache

Fachsprachlich heißt das Zeichen Undulationsphänomen, gleichbedeutend Fluktuationswelle. Es prüft auf Aszites, die Ansammlung freier Flüssigkeit in der Bauchhöhle.

  • Undulationsphänomen = Fluktuationswelle: fortgeleitete Flüssigkeits-/Druckwelle bei Aszites
  • Aszites → Patientensprache: Wasser im Bauch, Bauchwassersucht
  • Adjektiv/Redemittel: „freie Flüssigkeit“, „die Welle ist fortgeleitet / tastbar
  • Patientennah erklären: „Ich prüfe, ob sich Flüssigkeit in der Bauchhöhle angesammelt hat — das nennt man Bauchwasser.“

❗ Das Undulationsphänomen (Fluktuationswelle) ist ein bettseitiges Tastzeichen zum Nachweis freier Flüssigkeit im Bauchraum, also eines Aszites. Es ist leicht durchführbar, aber unsicher und gelingt erst bei größeren Flüssigkeitsmengen.

Prinzip

Das Zeichen nutzt aus, dass sich Wellen in einer Flüssigkeit gut fortpflanzen, über die feste Bauchwand dagegen kaum. Stößt man die Bauchwand an einer Flanke an, wird bei einem Aszites eine Druck- bzw. Flüssigkeitswelle durch die Flüssigkeit zur Gegenseite fortgeleitet und dort tastbar.

Durchführung und Redemittel

Der Patient liegt flach auf dem Rücken. Der Untersucher stößt mit den Fingern kurz an eine Flanke und legt die andere Hand flach auf die gegenüberliegende Flanke. Wird dort eine Welle getastet, ist das Zeichen positiv.

Damit nicht eine über die Bauchdecke fortgeleitete Welle ein positives Ergebnis vortäuscht, legt eine Hilfsperson oder der Patient die Handkante längs auf die Bauchmitte; das dämpft die Übertragung über die Bauchwand.

  • An den Patienten: „Bitte legen Sie sich flach auf den Rücken.“
  • „Ich klopfe jetzt seitlich an Ihren Bauch und taste auf der anderen Seite.“
  • An die Hilfsperson/Patient: „Legen Sie bitte die Handkante längs auf die Mitte des Bauches und drücken Sie leicht.“

Stellenwert und Sicherung

Das Undulationsphänomen ist ein unsicheres Zeichen: Es wird erst bei größeren, prall gefüllten Aszitesmengen positiv. Ein negatives Zeichen schließt einen Aszites nicht aus.

Zuverlässiger ist bettseitig die verschiebliche Flankendämpfung (lageabhängige Perkussion). ❗ Den sichersten Nachweis liefert die Ultraschalluntersuchung des Bauches (Abdomensonografie): Sie erfasst schon kleine Flüssigkeitsmengen und sichert die Diagnose. Dem Patienten gegenüber: „Um sicher zu sein, machen wir noch eine Ultraschalluntersuchung Ihres Bauches.“

Fallstricke

⚡ Nicht verwechseln mit der verschieblichen Flankendämpfung — das ist ein Klopf-(Perkussions-)zeichen, das Undulationsphänomen ein Tast-(Palpations-)zeichen. ⚡ Ohne die dämpfende Handkante auf der Bauchmitte kann bei kräftiger oder schlaffer Bauchdecke eine über die Bauchwand fortgeleitete Welle ein falsch positives Ergebnis vortäuschen.

  • Undulationsphänomen = Fluktuationswelle: Tastzeichen für freie Bauchflüssigkeit
  • unsicher und spät → bei negativem Befund Aszites nicht ausgeschlossen
  • dämpfende Handkante auf die Bauchmitte nicht vergessen
  • ❗ sichere Diagnose über die Ultraschalluntersuchung des Bauches
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