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Rovsing-Zeichen: Audiovisuelle für Mediziner zur Appendizitis-Diagnose; Schmerz rechts bei Palpation links deutet auf Peritonitis hin.

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Rovsing-Zeichen

Das Rovsing-Zeichen ist ein klinisches Appendizitiszeichen: Durch retrogrades Ausstreichen bzw. Palpieren des Kolons von links unten in Richtung Zäkum wird ein Schmerz im rechten Unterbauch provoziert.

Kernprinzip

Untersucht wird indirekt: Man beginnt im linken Unterbauch und streicht oder palpiert den Dickdarm entgegen der normalen Darmpassage über den linken Oberbauch und rechten Oberbauch zum rechten Unterbauch. Dadurch soll der Druck im Bereich des Zäkums steigen.

  • Positiv ist das Zeichen, wenn dabei Schmerz im rechten Unterbauch bzw. im Zäkumbereich ausgelöst wird.
  • Die Einordnung erfolgt als Appendizitiszeichen, also zusammen mit weiteren klinischen Zeichen wie Druckschmerz, Abwehrspannung oder Loslassschmerz.
  • Merke: Schmerz entsteht nicht am Ort der linken Palpation, sondern rechts unten.
  • Prüfungsanker: links palpieren/ausstreichen, rechts unten Schmerz.
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Rovsing-Zeichen

Das Rovsing-Zeichen ist ein indirekter Untersuchungsbefund bei Verdacht auf Appendizitis: Eine Druckerhöhung im Kolon/Zökumbereich provoziert Schmerzen im rechten Unterbauch.

Durchführung

Bei der Untersuchung wird das Kolon retrograd ausgestrichen oder palpatorisch gedrückt: vom linken Unterbauch über den linken Oberbauch und rechten Oberbauch bis in Richtung rechter Unterbauch/Zäkum. Das Vorgehen folgt damit entgegen der normalen Darmpassage.

  • Ziel ist eine indirekte Druckerhöhung im Bereich des Zäkums.
  • Der Untersucher achtet nicht nur auf Druckschmerz links, sondern gezielt auf Schmerzangabe rechts unten.
  • Ein positiver Befund ist reproduzierbarer Schmerz im rechten Unterbauch während dieser Manipulation.

Befundlogik

Das Zeichen passt in die Gruppe der Appendizitiszeichen. Es soll die Reizung im Bereich der Appendix bzw. des Zäkums indirekt sichtbar machen, ohne dass direkt am rechten Unterbauch gedrückt werden muss.

Für Prüfungen ist die Richtung wichtig: Die Palpation beginnt links, der positive Schmerz wird rechts unten angegeben. Damit unterscheidet sich das Rovsing-Zeichen von einfachen lokalen Druckpunkten wie McBurney-Punkt oder Lanz-Punkt.

Einordnung und Grenzen

Ein positives Rovsing-Zeichen unterstützt den klinischen Verdacht auf Appendizitis, beweist ihn aber nicht allein. Es gehört in die klinische Untersuchung zusammen mit Abwehrspannung, Loslassschmerz, Blumberg-Zeichen, Psoas-Zeichen und Druckschmerzpunkten.

Ein fehlendes Rovsing-Zeichen schließt eine Appendizitis nicht sicher aus, besonders wenn die klinische Situation atypisch ist. Für dieses Thema bleibt die Kernaussage jedoch auf das Zeichen selbst beschränkt: retrograde Kolonpalpation und rechtsseitiger Unterbauchschmerz.

  • Kurzformel: Rovsing = retrograd über das Kolon, positiv bei rechtsseitigem Unterbauchschmerz.
  • Nicht mit einem lokalen linken Unterbauchschmerz verwechseln; entscheidend ist der Schmerz rechts unten.
FSP EXPRESS

Rovsing-Zeichen

Terminologie und Patientensprache

Rovsing-Zeichen: klinisches Appendizitiszeichen. Patientennah: "Ich taste den Bauch jetzt auf eine bestimmte Weise ab. Wichtig ist, ob dabei rechts unten Schmerzen auftreten."

Appendizitis heißt Entzündung des Wurmfortsatzes. Umgangssprachlich sagen viele Patientinnen und Patienten Blinddarmentzündung, auch wenn anatomisch meist der Wurmfortsatz gemeint ist.

  • Zäkum = Blinddarmbereich im rechten Unterbauch.
  • rechter Unterbauch = typische Schmerzregion bei Appendizitiszeichen.
  • positives Zeichen = der Test löst den erwarteten Schmerz rechts unten aus.

Das Rovsing-Zeichen ist ein Untersuchungszeichen bei Verdacht auf eine Blinddarmentzündung. Dabei wird links am Bauch gedrückt oder ausgestrichen; positiv ist es, wenn der Patient rechts unten Schmerzen angibt.

Kommunikative Kernformulierung

Für die FSP reicht eine klare, ruhige Erklärung: "Ich beginne links unten und taste den Dickdarm in Richtung rechter Unterbauch ab. Bitte sagen Sie mir sofort, wenn es rechts unten weh tut."

  • Nicht sagen: "Das beweist eine Appendizitis."
  • Besser: "Der Befund kann den Verdacht auf eine Entzündung des Wurmfortsatzes unterstützen."
  • FSP-Merksatz: links untersuchen, rechts unten Schmerz erfragen.
FSP tief

Rovsing-Zeichen

Terminologie und Patientensprache

Rovsing-Zeichen ist der Fachbegriff für ein indirektes klinisches Zeichen bei Verdacht auf Appendizitis. In einfacher Sprache: "Wir prüfen, ob eine bestimmte Bauchabtastung Schmerzen im rechten Unterbauch auslöst."

Appendix vermiformis bedeutet Wurmfortsatz. Zäkum ist der Blinddarmbereich. Patientennah kann man sagen: "Der Wurmfortsatz liegt typischerweise im rechten Unterbauch am Anfang des Dickdarms."

  • Palpation = Abtasten.
  • retrograd ausstreichen = entgegen der üblichen Darmpassage in Richtung rechtem Unterbauch drücken.
  • positiv = Schmerzen treten im rechten Unterbauch bzw. Blinddarmbereich auf.

Beim Rovsing-Zeichen wird ein mögliches Appendizitiszeichen patientenschonend und verständlich erklärt: Die Palpation beginnt links, der relevante Schmerz wäre rechts unten im Bereich des Zäkums.

Durchführung in der Untersuchungssprache

Beschreiben Sie den Ablauf knapp und ohne unnötige Dramatisierung: "Ich taste jetzt zuerst links unten am Bauch. Dann streiche ich den Dickdarm in Richtung rechter Unterbauch aus. Bitte sagen Sie, ob Sie dabei rechts unten Schmerzen verspüren."

Die fachliche Übergabe kann lauten: "Rovsing-Zeichen geprüft: retrograde Kolonpalpation von links unten über links und rechts kranial in Richtung Zäkum; positiv bei rechtsseitigem Unterbauchschmerz."

  • Wichtig ist die Lokalisation der Schmerzangabe: rechts unten, nicht nur Druckempfindlichkeit links.
  • Der Test gehört zu den Appendizitiszeichen und wird mit den übrigen abdominalen Befunden zusammen eingeordnet.

Befund sicher einordnen

In der FSP sollten Sie das Zeichen nicht als alleinigen Beweis formulieren. Eine sichere Formulierung ist: "Dieser Befund kann zu einer Entzündung des Wurmfortsatzes passen. Wir beurteilen ihn zusammen mit Ihren Schmerzen, der Untersuchung und den weiteren Befunden."

Wenn das Zeichen negativ ist, bleibt die Kommunikation ebenfalls vorsichtig: "Das Zeichen ist nicht auslösbar; das schließt eine Entzündung aber nicht sicher aus."

  • SBAR-Beispiel: "Situation: Verdacht auf Appendizitis. Background: rechtsseitige Unterbauchbeschwerden. Assessment: Rovsing-Zeichen positiv mit Schmerzangabe im rechten Unterbauch. Recommendation: weitere ärztliche Einordnung der Appendizitiszeichen."
  • Patientensicherer Satz: "Ich beende die Untersuchung sofort, wenn die Schmerzen zu stark werden."
  • FSP-Kern: Fachbegriff nennen, den Ablauf erklären, rechtsseitigen Schmerz erfragen, Befund nicht überinterpretieren.
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