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LADME-Schema: Strukturierte Notfallanamnese für Mediziner. Wichtige Infos zu Lärm, Allergien, Medikation, Mahlzeit & Ereignissen schnell erfassen.

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LADME-Schema

Das LADME-Schema gehört zur Pharmakokinetik: Es beschreibt was der Körper mit dem Arzneistoff macht. Es geht also nicht primär um die Wirkung am Rezeptor, sondern um Freisetzung, Aufnahme, Verteilung, Umbau und Ausscheidung.

Die fünf Buchstaben

Liberation bedeutet Freisetzung: Der Arzneistoff wird aus seiner Darreichungsform über die Zeit freigesetzt. Das prägt die Plasmakonzentration-Zeit-Kurve, zum Beispiel bei Retardpräparaten.

Absorption beschreibt Aufnahme und Resorption nach der Applikation. Dazu gehören Applikationsweg, First-pass-Metabolismus, Depoteffekte und die Bioverfügbarkeit.

  • Distribution = Verteilung und Rückverteilung im Körper.
  • Metabolism = Entgiftung, Inaktivierung oder Aktivierung eines Prodrugs.
  • Excretion = Clearance, vor allem renal oder biliär.

Prüfungslogik

LADME erklärt, warum dieselbe Dosis je nach Arzneiform, Patient und Organfunktion unterschiedlich schnell, stark und lange wirkt.

Wichtige Einflussfaktoren sind Alter, Genetik, Komorbiditäten und physikochemische Eigenschaften des Arzneistoffs.

  • Absorption: Bioverfügbarkeit und First-pass-Effekt mitdenken.
  • Distribution: Membranen, Proteinbindung, Verteilungsvolumen und pKa/Ionenfalle beachten.
  • Exkretion: eingeschränkte Nieren- oder Gallenfunktion erhöht das Akkumulationsrisiko.
  • Pharmakokinetik = Körper beeinflusst Arzneistoff.
  • LADME: Liberation, Absorption, Distribution, Metabolism, Excretion.
  • Dosis, Interaktionen und Einnahmezeitpunkt hängen wesentlich von LADME ab.
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LADME-Schema

Das LADME-Schema strukturiert die Pharmakokinetik. Merksatz: Was der Körper mit dem Arzneistoff macht. Damit grenzt es sich von der Pharmakodynamik ab, die fragt, was der Arzneistoff am Körper bewirkt.

Liberation und Absorption

Liberation ist die Freisetzung des Pharmakons im Körper über die Zeit. Galenik und Arzneiform bestimmen, ob ein Wirkstoff schnell oder verzögert verfügbar wird; Retardpräparate sind ein typisches Beispiel.

Absorption umfasst Applikationswege, Resorption, First-pass-Metabolismus und Depoteffekte. Klinisch wichtig ist die Bioverfügbarkeit: Sie beschreibt, welcher Anteil des Wirkstoffs tatsächlich systemisch verfügbar wird.

  • Plasmakonzentration-Zeit-Kurve: sichtbar werden Anflutung, Maximum und Abfall.
  • First-pass-Effekt: besonders relevant bei enteraler Aufnahme und hepatischem Vorbeimetabolismus.
  • Depot- und Retardeffekte können Wirkeintritt und Wirkdauer deutlich verändern.

Distribution

Distribution bedeutet Verteilung und Redistribution. Sie hängt unter anderem von Membranpermeabilität, pKa-Wert, Ionisierung und Verteilungsvolumen ab.

Für die Prüfung ist die Denkspur wichtig: Lipophilie, Ionisationsgrad, Proteinbindung und Gewebebindung beeinflussen, wo ein Arzneistoff ankommt und wie lange er dort bleibt.

  • Großes Verteilungsvolumen spricht für starke Gewebeverteilung.
  • Proteinbindung kann freie Wirkstoffkonzentrationen und Interaktionen beeinflussen.
  • pKa und pH-Unterschiede erklären Ion trapping als Verteilungsphänomen.

Metabolism, Excretion und Einflussfaktoren

Metabolismus kann Wirkstoffe entgiften oder inaktivieren, aber auch Prodrugs aktivieren. Exkretion beschreibt die Clearance, insbesondere renal und biliär.

Patientenfaktoren wie Alter, Genetik und Komorbiditäten sowie physikochemische Eigenschaften des Arzneistoffs beeinflussen Dosierung und Interaktionsrisiko. Chronopharmakologie ergänzt dies: Magen-pH, gastrointestinale Motilität und Splanchnikus-Durchblutung können tageszeitabhängig die Absorption verändern.

  • Leberfunktion: relevant für Metabolismus und First-pass-Effekt.
  • Nieren- oder biliäre Einschränkung: Akkumulation und Dosisanpassung prüfen.
  • Interaktionen können an Absorption, Proteinbindung, Metabolismus oder Exkretion ansetzen.
  • LADME ist ein Schema der Pharmakokinetik, nicht der Pharmakodynamik.
  • Liberation und Galenik steuern die Freisetzung über die Zeit.
  • Absorption entscheidet über Bioverfügbarkeit und First-pass-Verlust.
  • Distribution erklärt Verteilungsvolumen, Proteinbindung, Membranen und Ionenfalle.
  • Metabolism und Excretion bestimmen Aktivierung, Inaktivierung, Clearance und Akkumulationsrisiko.
FSP EXPRESS

LADME-Schema

Terminologie

LADME steht für Liberation, Absorption, Distribution, Metabolismus und Exkretion. Gemeint ist die Pharmakokinetik: der Weg des Arzneistoffs durch den Körper.

  • Merksatz: Was der Körper mit dem Arzneistoff macht.
  • Nicht verwechseln mit Pharmakodynamik: Dort geht es darum, was der Arzneistoff am Körper bewirkt.

LADME hilft, Arzneimittel verständlich zu erklären: Es beschreibt, was der Körper mit dem Arzneistoff macht. Daraus ergeben sich Wirkeintritt, Wirkdauer, Nebenwirkungsrisiken und mögliche Wechselwirkungen.

Einfache Erklärung

Man kann Patienten sagen: Ein Medikament muss erst freigesetzt, aufgenommen, im Körper verteilt, umgebaut und schließlich ausgeschieden werden.

Deshalb wirkt ein Mittel nicht immer sofort und nicht bei allen Menschen gleich. Arzneiform, Einnahmeweg, Alter, Begleiterkrankungen sowie Leber- und Nierenfunktion spielen eine Rolle.

  • Liberation: Der Wirkstoff wird aus Tablette, Kapsel oder Depot freigesetzt.
  • Absorption: Der Wirkstoff gelangt in den Körper; die Leber kann beim ersten Durchgang schon einen Teil abbauen.
  • Distribution: Der Wirkstoff verteilt sich über Blut und Gewebe.

Warum das im Gespräch wichtig ist

Metabolismus bedeutet, dass der Körper den Wirkstoff umbaut. Das kann ein Medikament abschwächen, unschädlich machen oder ein Prodrug erst aktivieren.

Exkretion bedeutet Ausscheidung, zum Beispiel über Niere oder Galle. Wenn Niere oder Leber eingeschränkt arbeiten, kann sich ein Arzneistoff anreichern.

  • Wechselwirkungen können Aufnahme, Umbau oder Ausscheidung verändern.
  • Alter, Schwangerschaft und Komorbiditäten können eine andere Dosierung nötig machen.
  • Der Einnahmezeitpunkt kann relevant sein, weil Magen-pH und Darmbewegung tageszeitabhängig schwanken.
  • Merksatz: LADME erklärt den Weg des Medikaments durch den Körper.
  • Nieren- und Leberfunktion immer patientennah ansprechen.
  • Bei Interaktionen erklären: Ein anderes Medikament kann Aufnahme, Abbau oder Ausscheidung beeinflussen.
FSP tief

LADME-Schema

Terminologie

LADME ist die fünfteilige pharmakokinetische Denkstruktur: Freisetzung, Aufnahme, Verteilung, Umbau und Ausscheidung.

  • Liberation: Freisetzung aus der Arzneiform.
  • Absorption: Aufnahme in den Körper.
  • Distribution, Metabolismus und Exkretion erklären Verteilung, Umbau und Ausscheidung.

LADME ist ein praktisches Gesprächsgerüst: Es erklärt den Weg eines Arzneistoffs vom Freisetzen bis zur Ausscheidung. Fachlich bleibt es Pharmakokinetik: Was der Körper mit dem Arzneistoff macht.

Vom Präparat zum Wirkeintritt

Liberation erklärt, warum Darreichungsformen unterschiedlich schnell wirken. Bei Retardpräparaten wird der Wirkstoff verzögert freigesetzt; dadurch kann die Wirkung länger anhalten und die Plasmakonzentration glatter verlaufen.

Absorption erklärt, wie der Wirkstoff nach dem Applikationsweg aufgenommen wird. Bei oraler Einnahme sind Resorption, Bioverfügbarkeit und First-pass-Metabolismus wichtig: Ein Teil kann schon vor der systemischen Wirkung in der Leber umgebaut werden.

  • Patientenformulierung: „Der Wirkstoff muss erst aus der Tablette freiwerden und über Magen-Darm-Trakt oder einen anderen Weg aufgenommen werden.”
  • Depot- oder Retardformen nicht ohne Rücksprache teilen, zerkleinern oder anders einnehmen.
  • Chronopharmakologie: Magen-pH, Darmbewegung und Durchblutung können die Aufnahme je nach Tageszeit beeinflussen.

Verteilung und Umbau erklären

Distribution beschreibt, wie sich der Wirkstoff im Körper verteilt. Dabei spielen Membranpermeabilität, pKa, Ionisierung, Proteinbindung und Verteilungsvolumen eine Rolle.

Metabolismus bedeutet Umbau. Manche Wirkstoffe werden dabei inaktiviert oder entgiftet; andere werden als Prodrug erst in eine wirksame Form überführt.

  • Patientenformulierung: „Nur ein Teil des Medikaments ist frei im Blut verfügbar; ein Teil kann an Eiweiße gebunden oder im Gewebe verteilt sein.”
  • Wechselwirkungen können entstehen, wenn Medikamente denselben Abbauweg beeinflussen.
  • Lebererkrankungen können Wirkung und Nebenwirkungen verändern.

Ausscheidung, Risiken und Rückfragen

Exkretion bedeutet Clearance und Ausscheidung, vor allem renal oder biliär. Wenn Niere oder Galle/Leber eingeschränkt sind, steigt das Risiko, dass Wirkstoffe oder Metabolite akkumulieren.

Gezielte Rückfragen sind wichtig: Alter, Schwangerschaft, Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen, Begleitmedikation, Komorbiditäten und bisherige Unverträglichkeiten können Dosierung, Einnahmezeitpunkt und Überwachung beeinflussen.

  • Patientenformulierung: „Wir prüfen Ihre Nieren- und Leberwerte, damit sich das Medikament nicht zu stark im Körper ansammelt.”
  • Bei Multimedikation aktiv nach frei verkäuflichen Präparaten und pflanzlichen Mitteln fragen.
  • Dosis und Einnahmeintervall sind oft eine Folge von Aufnahme, Verteilung, Abbau und Ausscheidung.
  • LADME verbindet Pharmakologie mit verständlicher Arzneimittelaufklärung.
  • Wirkeintritt und Wirkdauer hängen von Freisetzung, Aufnahme und Verteilung ab.
  • Interaktionen betreffen häufig Absorption, Metabolismus oder Exkretion.
  • Leber, Niere, Alter, Schwangerschaft und Komorbiditäten sind keine Nebendetails, sondern Dosierungs- und Sicherheitsfaktoren.
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