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Umfassende zur Duokopfprothese: Indikationen, Chirurgie, postoperative Versorgung, Komplikationen für Medizinstudierende & internationale Ärzte.

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Duokopfprothese / Hemiendoprothese

Die Duokopfprothese ist eine bipolare Hemiendoprothese bei Schenkelhalsfraktur: Der Femurkopf wird ersetzt, die natürliche Gelenkpfanne bleibt erhalten.

Kernprinzip

❗ Bei der HEP wird nicht das gesamte Hüftgelenk ersetzt. Anders als bei der Hüft-TEP bleibt das Acetabulum erhalten; ersetzt wird die femorale Seite mit einem bipolaren Kopf-Kupplungs-System.

  • Synonyme: bipolare Hemiendoprothese, Hemiprothese, Duo-Cup-Prothese.
  • Abgrenzung zur TEP: TEP ersetzt Femurkopf und Gelenkpfanne; HEP erhält die natürliche Pfanne.
  • Ziel: kurze, weniger belastende Operation mit schneller postoperativer Mobilisation.

Wann eher HEP?

Die HEP passt vor allem zur dislozierten medialen Schenkelhalsfraktur bei älteren, biologisch gebrechlicheren Patientinnen und Patienten mit niedrigem Aktivitätsanspruch und begrenzter Vormobilität.

  • Eher HEP bei hohem biologischem Alter, ausgeprägter Osteoporose und deutlicher Mobilitätseinschränkung.
  • Eher TEP bei hoher Aktivität, guter Vormobilität und relevantem Anspruch an das Langzeitergebnis.
  • Bei deutlicher Acetabulumarthrose oder entzündlich-rheumatischer Gelenkbeteiligung ist die HEP nicht automatisch günstig; dann muss eine TEP besonders geprüft werden.
  • HEP = femoraler Ersatz, Acetabulum bleibt.
  • Vorteil gegenüber TEP: kürzere OP-Dauer und geringeres OP-Trauma.
  • Nachteil: langfristig oft schlechteres Outcome als TEP.
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Duokopfprothese / Hemiendoprothese

Die Duokopfprothese ist die prüfungsrelevante HEP-Option bei älteren Patientinnen und Patienten mit Schenkelhalsfraktur, wenn eine kopferhaltende Osteosynthese nicht sinnvoll ist und eine TEP zu belastend oder funktionell nicht erforderlich erscheint.

Therapieentscheidung im Kontext

Bei Schenkelhalsfraktur hängt die operative Strategie von Dislokationsgrad, biologischem Alter, Komorbidität, Frakturalter, Knochenqualität sowie Mobilität und Lebensführung vor dem Unfall ab. Junge Patientinnen und Patienten mit erhaltenswertem Femurkopf werden möglichst gelenkerhaltend versorgt; ältere Patientinnen und Patienten mit dislozierter Fraktur erhalten häufig eine Endoprothese.

Für geriatrische hüftgelenknahe Femurfrakturen gilt: frühestmögliche operative Versorgung, in der Regel innerhalb von 24 Stunden, sofern der Allgemeinzustand es zulässt. Die HEP steht zwischen Osteosynthese und TEP: Sie vermeidet die Pfannenkomponente der TEP, erlaubt aber eine rasche Belastung und reduziert gegenüber einer ausgedehnteren TEP meist OP-Zeit und operative Belastung.

  • Bei jungen Patienten: möglichst hüftkopferhaltend, besonders bei dislozierter medialer Fraktur ⚠️ zeitkritisch wegen Femurkopfnekrose-Risiko.
  • Bei älteren niedrig aktiven Patienten mit dislozierter Fraktur: HEP als typische Option.
  • Bei älteren aktiven Patienten: TEP kann funktionell günstiger sein, trotz höherem Luxationsrisiko.

Implantatprinzip

❗ Die Duokopfprothese ist eine bipolare Hemiendoprothese. Sie ersetzt den Femurkopf, lässt das natürliche Acetabulum aber im Körper. Die Bewegung verteilt sich über den Prothesenkopf und die erhaltene Pfanne.

  • HEP: Femurkopf ersetzt, Gelenkpfanne bleibt erhalten.
  • TEP: Femurkopf und Gelenkpfanne werden ersetzt.
  • Synonyme sind bipolare Hemiendoprothese, Hemiprothese und Duo-Cup-Prothese.

Vorteile und Nachteile gegenüber TEP

Die HEP ist operativ meist weniger aufwendig als die TEP. Deshalb ist sie bei gebrechlicheren Patientinnen und Patienten attraktiv, wenn das Ziel vor allem frühe Mobilisation und eine vertretbare Belastung durch den Eingriff ist.

Der zentrale Nachteil liegt im längerfristigen Ergebnis: Nach anfänglichem Vorteil kann das Outcome nach einigen Jahren ungünstiger sein als nach TEP, besonders bei Patientinnen und Patienten mit höherem Aktivitätsniveau.

  • Vorteile: kürzere OP-Dauer, geringeres OP-Trauma.
  • Nachteile: langfristig schlechteres funktionelles Ergebnis als TEP möglich.
  • TEP-Nachteil: höheres Luxationsrisiko.

Indikationsfallen

Die HEP ist keine pauschale Altersoperation. Entscheidend ist die Kombination aus biologischem Alter, Vormobilität, Aktivitätsanspruch, Knochenqualität und Zustand des Acetabulums.

  • Hohes kalendarisches Alter allein reicht nicht; wichtiger ist das biologische Alter.
  • Ausgeprägte Osteoporose und geringe Vormobilität sprechen eher für HEP.
  • Fortgeschrittene Acetabulumarthrose oder entzündlich-rheumatische Gelenkdestruktion sprechen nicht automatisch für HEP; hier kann eine TEP sinnvoller sein.

Zement und Nachbehandlung

Bei älteren oder osteoporotischen Patientinnen und Patienten, die eine HEP wegen dislozierter Schenkelhalsfraktur erhalten, ist meist eine zementierte Schaftverankerung bevorzugt. Eine unzementierte Versorgung kommt eher bei begründeter individueller Situation infrage.

Knochenzement kann die Primärstabilität verbessern, verlangt aber perioperative Wachsamkeit für Zementreaktionen einschließlich Bone-Cement-Implantation-Syndrom, Fettembolie und Rechtsherzbelastung. Nach endoprothetischer Versorgung ist die frühe Mobilisation zentral; häufig wird eine sofortige Mobilisation mit Vollbelastung angestrebt.

  • Zementiert vs. nicht zementiert: bei älteren/osteoporotischen HEP-Patientinnen meist zementiert, Ausnahmen individuell begründen.
  • Risiken bei Zement: Fettembolie, Rechtsherzbelastung, Bone-Cement-Implantation-Syndrom.
  • Nachbehandlung: frühe Mobilisation, meist Vollbelastung.

Komplikationen

Die relevanten Komplikationen betreffen sowohl das Implantat als auch die typische geriatrische Risikolage nach hüftgelenknaher Fraktur.

  • Periprothetische oder periimplantäre Frakturen.
  • Beinlängendifferenz und Implantatversagen.
  • Thrombose, Embolie, Infektion, Pneumonie, Dekubitus und dauerhafte Pflegebedürftigkeit.
  • Prüfungsregel: HEP bei älter, frailer, niedriger Aktivität; TEP bei aktiver, guter Vormobilität.
  • HEP erhält die natürliche Pfanne und ist operativ weniger belastend.
  • Bei älteren/osteoporotischen HEP-Patientinnen ist meist eine zementierte Schaftverankerung bevorzugt; Zementreaktionen mitdenken.
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Duokopfprothese / Hemiendoprothese

Terminologie und Patientensprache

Duokopfprothese, Hemiendoprothese und Hemiprothese meinen hier: Es wird nur die femorale Seite des Hüftgelenks ersetzt. In Patientensprache können Sie sagen: „Wir ersetzen den gebrochenen Hüftkopf, Ihre eigene Hüftpfanne bleibt erhalten.“

  • HEP = Hemiendoprothese.
  • Duo-Cup-Prothese = weiterer Begriff für die bipolare Duokopfprothese.
  • Patientennah: „Teilprothese der Hüfte“, nicht „komplett neues Hüftgelenk“.

Die Duokopfprothese ist ein künstlicher Ersatz des Hüftkopfes nach Schenkelhalsbruch; die eigene Hüftpfanne bleibt erhalten.

Kurze Erklärung für das Gespräch

❗ Die HEP kommt vor allem bei älteren, weniger mobilen Patientinnen und Patienten infrage, wenn nach einer Schenkelhalsfraktur eine schnelle und weniger belastende Operation mit früher Mobilisation wichtig ist.

  • Vorteil: meist kürzere Operation als bei einer Totalendoprothese.
  • Vorteil: meist weniger OP-Trauma.
  • Nachteil: bei aktiveren Patientinnen und Patienten langfristig oft ungünstiger als eine TEP.
  • Übergabeformulierung: „Geplant ist eine bipolare Hemiendoprothese bei dislozierter Schenkelhalsfraktur und eingeschränkter Vormobilität.“
  • Patientensatz: „Sie dürfen nach der Operation in der Regel früh wieder mobilisiert werden; das genaue Belastungsschema legt das OP-Team fest.“
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Duokopfprothese / Hemiendoprothese

Terminologie und Patientensprache

Duokopfprothese, bipolare Hemiendoprothese, Hemiprothese und Duo-Cup-Prothese bezeichnen eine Teilprothese der Hüfte. Fachlich: Der Femurkopf wird ersetzt, das Acetabulum bleibt erhalten. Patientengerecht: „Wir ersetzen den kaputten Hüftkopf, aber Ihre eigene Hüftpfanne bleibt.“

  • HEP aussprechen als „Hemiendoprothese“.
  • Hüft-TEP erklären als „kompletter Gelenkersatz mit Hüftkopf und Hüftpfanne“.
  • Nicht sagen: „Sie bekommen immer ein komplett neues Hüftgelenk“, wenn eine HEP geplant ist.

Im Arzt-Patienten-Gespräch ist wichtig, die Duokopfprothese korrekt von der Hüft-TEP abzugrenzen und patientengerecht zu erklären, warum bei einer älteren oder weniger mobilen Person eher eine HEP gewählt wird.

Indikation in der Übergabe

Die Entscheidung richtet sich nach der Situation vor dem Sturz: Wie mobil war die Patientin? Lebte sie selbstständig? Welche Komorbiditäten und welche Knochenqualität liegen vor? Bei niedrigem Aktivitätsgrad, hoher Gebrechlichkeit und Osteoporose ist die HEP eine typische Option.

  • SBAR-Beispiel: „72-jährige Patientin nach häuslichem Sturz, dislozierte Schenkelhalsfraktur, bekannte Osteoporose, prätraumatisch eingeschränkte Mobilität; endoprothetische Versorgung mit HEP wird geprüft.“
  • Bei sehr aktiver Patientin oder relevant kranker Hüftpfanne muss eine TEP mitgedacht werden.
  • Bei jungen Patientinnen und Patienten wird eher eine kopferhaltende Versorgung angestrebt.

Patientenerklärung

Sie können die Operation einfach so erklären: „Der Bruch liegt direkt am Hals des Oberschenkelknochens. Bei Ihnen ist es wahrscheinlich sicherer, den gebrochenen Hüftkopf durch eine Prothese zu ersetzen, damit Sie möglichst früh wieder aus dem Bett kommen und belasten können.“

  • Vorteile nennen: kürzere OP, weniger Belastung, frühe Mobilisation.
  • Grenzen nennen: Langfristig kann eine vollständige Hüftprothese bei sehr aktiven Menschen bessere Ergebnisse haben.
  • Bei älteren oder osteoporotischen Patientinnen wird der Schaft meist mit Knochenzement befestigt; unzementierte Lösungen sind eher individuelle Ausnahmen.

Nachbehandlung und Risiken

Nach der OP steht die frühe Mobilisation im Vordergrund, häufig mit Vollbelastung. Gleichzeitig müssen typische geriatrische Komplikationen aktiv verhindert werden.

  • Achten auf Schmerztherapie, Thromboseprophylaxe, Atemgymnastik und Dekubitusprophylaxe.
  • Komplikationen: periprothetische Fraktur, Beinlängendifferenz, Implantatproblem, Infektion, Thrombose, Embolie, Pneumonie, Dekubitus.
  • Bei Knochenzement an Bone-Cement-Implantation-Syndrom, Fettembolie und Rechtsherzbelastung denken.
  • Kernsatz: „HEP bedeutet Teilprothese: Hüftkopf ersetzt, Pfanne bleibt.“
  • Indikation knapp: „älter, gebrechlicher, niedriger Aktivitätsgrad, Osteoporose, Ziel frühe Mobilisation“.
  • Falle: Acetabulumarthrose oder rheumatische Gelenkzerstörung nicht unkritisch als HEP-Grund formulieren.
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