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Bronchospasmolysetest (ReversibilitĂ€tstest): Beurteilung reversibler Atemwegsobstruktion (z.B. Asthma) mittels FEV1 nach Bronchodilatator. FĂŒr Mediziner.

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Bronchospasmolysetest (ReversibilitÀtstest)

❗ Der Bronchospasmolysetest prĂŒft, ob eine nachgewiesene bronchiale Obstruktion reversibel ist: Nach Inhalation eines kurzwirksamen ÎČ2-Sympathomimetikums (z. B. Salbutamol) wird die FEV1 erneut gemessen. Ein signifikanter Anstieg spricht fĂŒr eine reversible Obstruktion (typischerweise Asthma bronchiale), das Ausbleiben fĂŒr eine fixierte Obstruktion (typischerweise COPD).

Indikation

Der Test gehört zu jeder (Erst-)Diagnostik einer bronchialen Obstruktion. Voraussetzung ist eine zuvor spirometrisch gesicherte Obstruktion, definiert ĂŒber einen Tiffeneau-Index (FEV1/VC) < 70 %.

  • Alternativ zur einmaligen Broncholyse kann die ReversibilitĂ€t ĂŒber eine mindestens 14-tĂ€gige Gabe oraler Kortikosteroide mit anschließender Lungenfunktionskontrolle geprĂŒft werden.

DurchfĂŒhrung

❗ Salbutamol inhalieren lassen, nach etwa 15 Minuten die FEV1 erneut bestimmen und mit dem Ausgangswert vergleichen.

Befundinterpretation

❗ Ein FEV1-Anstieg um ≄ 200 ml UND ≄ 12 % gegenĂŒber dem Ausgangswert gilt als signifikant reversibel und passt zum Asthma bronchiale. Bleibt der Anstieg aus oder ist er zu gering, liegt eine nicht (voll) reversible Obstruktion vor, wie sie fĂŒr die COPD typisch ist.

⚡ Zur Schweregradeinteilung der Obstruktion werden ausschließlich die post-bronchodilatatorischen Werte herangezogen — nicht die Ausgangswerte vor Broncholyse. Auch die Diagnose einer COPD verlangt eine persistierende Obstruktion nach Bronchodilatation (post-BD FEV1/FVC < 0,7).

  • Prinzip: reversible vs. fixierte Obstruktion → wegweisend fĂŒr Asthma vs. COPD.
  • Signifikanz: ≄ 200 ml und ≄ 12 % FEV1-Zunahme.
  • Ein negativer Test schließt ein Asthma nicht sicher aus (variabel reagible Obstruktion, Tageszeit, Medikation).
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Bronchospasmolysetest (ReversibilitÀtstest)

❗ Der Bronchospasmolysetest (ReversibilitĂ€tstest) klĂ€rt, ob eine in der Spirometrie nachgewiesene bronchiale Obstruktion durch einen Bronchodilatator aufhebbar (reversibel) ist. Damit trennt er die zentrale Differenzialdiagnose obstruktiver Ventilationsstörungen: die meist reversible Obstruktion beim Asthma bronchiale von der fixierten Obstruktion bei COPD.

Einordnung und Indikation

Der Test setzt eine zuvor gesicherte bronchiale Obstruktion voraus. Diese ist definiert ĂŒber einen erniedrigten Tiffeneau-Index (relative EinsekundenkapazitĂ€t, FEV1/VC) < 70 %. Erst auf dieser Grundlage ist die Frage nach der ReversibilitĂ€t sinnvoll.

Indiziert ist die Broncholyse bei jeder (Erst-)Diagnose einer bronchialen Obstruktion bzw. obstruktiven Ventilationsstörung, um Asthma und COPD voneinander abzugrenzen und das Therapieansprechen einzuschÀtzen.

  • Alternativ zum Akuttest lĂ€sst sich die ReversibilitĂ€t ĂŒber eine mindestens 14-tĂ€gige orale Kortikosteroidgabe mit anschließender Reevaluation prĂŒfen (SteroidreversibilitĂ€t).

DurchfĂŒhrung

❗ ZunĂ€chst wird die Ausgangs-FEV1 spirometrisch bestimmt. Anschließend inhaliert der Patient ein kurzwirksames ÎČ2-Sympathomimetikum, klassisch Salbutamol. Nach etwa 15 Minuten wird die FEV1 erneut gemessen und mit dem Ausgangs- sowie dem Sollwert verglichen.

Befundinterpretation

❗ Als signifikante (positive) ReversibilitĂ€t gilt ein Anstieg der FEV1 um ≄ 200 ml UND ≄ 12 % gegenĂŒber dem Ausgangswert. Ein solcher Befund spricht fĂŒr eine reversible Obstruktion und damit typischerweise fĂŒr ein Asthma bronchiale.

Eine fehlende oder zu geringe VerĂ€nderung kennzeichnet eine nicht (voll) reversible Obstruktion, wie sie fĂŒr die COPD charakteristisch ist. Eine geringe TeilreversibilitĂ€t schließt eine COPD allerdings nicht aus — viele COPD-Patienten zeigen eine gewisse, aber nicht vollstĂ€ndige ReversibilitĂ€t.

⚡ Cave Schweregradeinteilung: Der Schweregrad der Obstruktion wird ausschließlich anhand der post-bronchodilatatorischen Werte festgelegt, nicht anhand der Ausgangswerte. Ebenso wird die COPD definitionsgemĂ€ĂŸ ĂŒber eine nach Bronchodilatation persistierende Obstruktion gesichert (post-BD FEV1/FVC < 0,7).

Korrelat in der Bodyplethysmografie

In der Ganzkörperplethysmografie zeigt eine reversible Obstruktion nach Broncholyse eine Normalisierung der Atemschleife und eine Abnahme eines vorbestehenden Air Trappings (RĂŒckgang des erhöhten Residualvolumens). Bei fixierter Obstruktion bzw. Emphysem bleibt die typische Keulenform der Fluss-Druck-Kurve und der Schnittwinkel > 90° weitgehend unverĂ€ndert.

Abgrenzung: unspezifischer Provokationstest

Der ReversibilitĂ€tstest fragt nach der Aufhebbarkeit einer bestehenden Obstruktion. Sein GegenstĂŒck ist der unspezifische inhalative Provokationstest (z. B. mit Methacholin), der eine bronchiale HyperreagibilitĂ€t auslöst und nachweist: Er gilt als positiv bei einem FEV1-Abfall um ≄ 20 % und/oder einer Verdopplung des Atemwegswiderstands. Eine ausgeprĂ€gte HyperreagibilitĂ€t spricht fĂŒr ein (unbehandeltes) Asthma, eine fehlende oder geringe fĂŒr eine COPD.

  • Kernaussage: reversibel → Asthma; fixiert → COPD.
  • Signifikanzkriterium: FEV1 +≄ 200 ml und +≄ 12 %.
  • Schweregrad und COPD-Diagnose immer aus post-bronchodilatatorischen Werten.
  • Alternative: 14-tĂ€gige orale Kortikosteroide als SteroidreversibilitĂ€tstest.
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Bronchospasmolysetest (ReversibilitÀtstest)

Terminologie und Patientensprache

Fachsprachlich heißt der Test Bronchospasmolysetest oder ReversibilitĂ€tstest; im Klinikjargon kurz Broncholyse. Das verwendete Medikament ist ein ÎČ2-Sympathomimetikum (bronchialerweiternd).

  • Bronchiale Obstruktion → patientennah: „Ihre Atemwege sind verengt.“
  • reversibel → „Die Verengung lĂ€sst sich mit einem Medikament wieder lösen.“
  • FEV1 (EinsekundenkapazitĂ€t) → „die Luftmenge, die Sie in der ersten Sekunde krĂ€ftig ausatmen können“.
  • AufklĂ€rung: „Sie inhalieren ein Spray zur Erweiterung der Atemwege. Nach etwa 15 Minuten messen wir Ihre Lungenfunktion erneut, um zu sehen, ob sich die Werte bessern. Das ist schmerzfrei.“

❗ Der Bronchospasmolysetest prĂŒft, ob eine verengte Lunge (Obstruktion) auf ein bronchialerweiterndes Medikament reagiert. Nach Inhalation eines ÎČ2-Sympathomimetikums (z. B. Salbutamol) wird die EinsekundenkapazitĂ€t (FEV1) erneut gemessen. Bessert sie sich deutlich, ist die Verengung reversibel (typisch fĂŒr Asthma bronchiale); bleibt sie unverĂ€ndert, spricht das fĂŒr eine fixierte Obstruktion (typisch fĂŒr COPD).

Ablauf

❗ Zuerst wird die Ausgangs-FEV1 gemessen, dann inhaliert die Patientin oder der Patient Salbutamol. Nach etwa 15 Minuten wird die FEV1 erneut bestimmt und verglichen.

Bedeutung des Ergebnisses

Steigt die FEV1 um ≄ 200 ml und ≄ 12 %, ist die Obstruktion reversibel — das passt zum Asthma bronchiale. Bleibt die Besserung aus, spricht das fĂŒr eine nicht reversible Obstruktion wie bei der COPD.

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Bronchospasmolysetest (ReversibilitÀtstest)

Terminologie und Patientensprache

Der Test wird fachsprachlich Bronchospasmolysetest oder ReversibilitĂ€tstest genannt; gebrĂ€uchlich im Klinikjargon ist die Kurzform Broncholyse. Eingesetzt wird ein ÎČ2-Sympathomimetikum (ÎČ2-Mimetikum), das die Bronchien erweitert.

  • Bronchospasmolyse / Broncholyse (Jargon) ↔ „Lösen einer Verkrampfung der Atemwege“.
  • bronchiale Obstruktion ↔ „verengte / verkrampfte Atemwege“.
  • reversibel ↔ „rĂŒckbildbar, wieder lösbar“; irreversibel / fixiert ↔ „bleibend, nicht mehr lösbar“.
  • FEV1 / EinsekundenkapazitĂ€t ↔ „die Luftmenge, die Sie in der ersten Sekunde mit aller Kraft ausatmen können“. Sprachlich korrekt heißt es das FEV1 (das Volumen); im Jargon hört man auch „der FEV1-Wert“.
  • AufklĂ€rung der Patientin / des Patienten: „Wir haben bei Ihnen eine Verengung der Atemwege festgestellt. Sie inhalieren jetzt ein Spray, das die Atemwege erweitert. Nach etwa 15 Minuten messen wir Ihre Lungenfunktion noch einmal. So sehen wir, ob sich Ihre Atemwege durch das Medikament wieder öffnen lassen. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und ist schmerzfrei.“

❗ Der Bronchospasmolysetest (ReversibilitĂ€tstest) klĂ€rt, ob sich eine in der Lungenfunktion gemessene Atemwegsverengung (bronchiale Obstruktion) durch ein bronchialerweiterndes Medikament wieder lösen lĂ€sst. Er trennt damit die reversible Obstruktion beim Asthma bronchiale von der fixierten Obstruktion bei COPD und ist ein Kernbestandteil der Lungenfunktionsdiagnostik.

Wann der Test durchgefĂŒhrt wird

Der Test wird bei jeder erstmaligen Feststellung einer Atemwegsverengung durchgefĂŒhrt. Voraussetzung ist eine zuvor in der Spirometrie gesicherte Obstruktion, also ein erniedrigtes VerhĂ€ltnis von EinsekundenkapazitĂ€t zur VitalkapazitĂ€t (Tiffeneau-Index < 70 %).

  • Als Alternative zur einmaligen Inhalation kann die RĂŒckbildbarkeit auch ĂŒber eine mindestens 14-tĂ€gige Einnahme von Kortison-Tabletten mit erneuter Lungenfunktionsmessung geprĂŒft werden.

Ablauf

❗ Zuerst wird die Ausgangs-FEV1 gemessen. Anschließend inhaliert die Patientin oder der Patient ein ÎČ2-Sympathomimetikum, in der Regel Salbutamol. Nach etwa 15 Minuten wird die FEV1 erneut bestimmt und mit dem Ausgangswert verglichen.

Befundinterpretation

Ein Anstieg der FEV1 um ≄ 200 ml und ≄ 12 % gegenĂŒber dem Ausgangswert gilt als deutliche (positive) ReversibilitĂ€t und spricht fĂŒr eine reversible Obstruktion, typischerweise im Sinne eines Asthma bronchiale.

Bleibt die Besserung aus oder ist sie nur gering, liegt eine nicht (vollstĂ€ndig) reversible Obstruktion vor, wie sie fĂŒr die COPD typisch ist. Eine geringe Teilbesserung schließt eine COPD jedoch nicht aus.

Wichtig fĂŒr die Beurteilung: Der Schweregrad der Obstruktion wird nur anhand der Werte nach Inhalation (post-bronchodilatatorisch) bestimmt. Auch die Diagnose einer COPD stĂŒtzt sich auf eine nach Bronchodilatation fortbestehende Verengung.

  • Einfache Merkhilfe: Bessern sich die Werte deutlich → eher Asthma; bleiben sie gleich → eher COPD.
  • Signifikant: +≄ 200 ml und +≄ 12 % der FEV1.
  • Im AnamnesegesprĂ€ch passend nachfragen: bekannte Allergien, anfallsartige Atemnot, nĂ€chtlicher Husten, Rauchen (Asthma vs. COPD).
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