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Mindmap: HĂ€morrhagie – Ursachen, Klassifikation, Pathophysiologie, Diagnostik und Management fĂŒr Mediziner.

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Blutung (HĂ€morrhagie)

❗ Eine Blutung ist der Austritt von Blut aus einem BlutgefĂ€ĂŸ. Klinisch entscheidend ist nicht die sichtbare Wunde, sondern die Kreislaufwirksamkeit: Volumenverlust fĂŒhrt ĂŒber HypovolĂ€mie zur Kreislaufzentralisation und unbehandelt zum hĂ€morrhagischen Schock. Merken Sie die Leitzeichen, die grobe Ätiologie-Einteilung und das Prinzip Blutstillung + Stabilisierung + Ursachentherapie.

Einteilung in KĂŒrze

Nach Ätiopathogenese unterscheidet man die Rhexisblutung (Zerreißungsblutung durch GefĂ€ĂŸruptur, z. B. Trauma, Arrosion, Arteriosklerose oder Druckbelastung bei arterieller Hypertonie) von der Diapedeseblutung (Austritt von Blutbestandteilen durch die Ă€ußerlich intakte GefĂ€ĂŸwand, z. B. bei starkem Blutstau). Daneben Blutungen bei Thrombozytopenie/-pathie, Koagulopathie (plasmatische Diathese) und GefĂ€ĂŸerkrankungen (vaskulĂ€re Diathese).

Topographisch trennt man Ă€ußere Blutung (Blut erreicht die KörperoberflĂ€che) von innerer Blutung (in Gewebe oder HohlrĂ€ume, z. B. gastrointestinal). Nach Herkunft: arteriell, venös, Parenchymblutung (aus allen eröffneten GefĂ€ĂŸen bei ausgedehnten Wunden).

  • arteriell: helles, pulssynchron spritzendes Blut
  • venös: dunkelrotes, fließendes Blut

Leitsymptome (kardiovaskulÀr)

Relevanter Blutverlust erzeugt eine HypovolĂ€mie mit Gegenregulation. Die kardiovaskulĂ€ren Zeichen sind das PrĂŒfungsthema.

  • ❗ BlĂ€sse durch Kreislaufzentralisation
  • ❗ Blutdruckabfall und Tachykardie
  • Hypoxie, ggf. Desorientiertheit; bei chronischer Blutung AnĂ€mie (EisenmangelanĂ€mie)
  • Endpunkt: hĂ€morrhagischer Schock

Klassifikationen

Klinisch unterscheidet man die Hb-wirksame Blutung (messbarer Abfall von HĂ€moglobin und HĂ€matokrit) von der kreislaufwirksamen Blutung (Volumenmangel wird nicht ausreichend kompensiert).

  • ❗ Forrest-Klassifikation — bei gastrointestinalen Blutungen (endoskopische Risikoeinteilung)
  • BARC — Blutungsdefinition fĂŒr kardiovaskulĂ€re Studien

Diagnostik

Körperliche Untersuchung mit Blickdiagnose bei Ă€ußeren Blutungen; bei rektaler Blutung digital-rektale Untersuchung (DRU). Labor: Hb, Hkt, Blutbild, Gerinnungslabor, ggf. BGA. Bildgebung nach Situation Sonografie, Röntgen(-Thorax), CT, MRT; Monitoring mit EKG, ggf. Echokardiografie.

Therapie (Prinzip)

❗ Drei SĂ€ulen: lokale Blutstillung, Kreislaufstabilisierung, Therapie der Ursache.

  • Lokale Blutstillung: Druckverband, bei lebensbedrohlicher ExtremitĂ€tenblutung Tourniquet; chirurgisch Ligatur, Tamponade, HĂ€matomausrĂ€umung
  • Stabilisierung: Sauerstoff, Volumenersatz mit kristalloiden Lösungen, Bluttransfusion, ggf. Katecholamine
  • HĂ€mostatika: TranexamsĂ€ure (Antifibrinolytikum), Gerinnungsoptimierung, ggf. Desmopressin
  • Cave: Hypothermie, Azidose und HypokalzĂ€mie hemmen die HĂ€mostase — aktiv vermeiden/korrigieren
  • Blutung = Austritt von Blut aus einem GefĂ€ĂŸ; klinisch zĂ€hlt die Kreislaufwirksamkeit.
  • Leitzeichen: BlĂ€sse, Blutdruckabfall, Tachykardie → hĂ€morrhagischer Schock.
  • ❗ Forrest bei GI-Blutung merken.
  • Therapie: Blutstillung + Stabilisierung + Ursache; Gerinnung schĂŒtzen (WĂ€rme, pH, Ca, TranexamsĂ€ure).
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Blutung (HĂ€morrhagie)

❗ Die Blutung (HĂ€morrhagie) ist definiert als Austritt von Blut aus einem BlutgefĂ€ĂŸ. FĂŒr PrĂŒfung und Klinik mĂŒssen Sie die Blutung nach Ätiopathogenese, Lokalisation und Herkunft einordnen, die kreislaufphysiologischen Leitzeichen erkennen und das Prinzip aus lokaler Blutstillung, Kreislaufstabilisierung und Ursachentherapie sicher anwenden — inklusive des Schutzes der HĂ€mostase.

Definition und Einteilung nach Ätiopathogenese

Die Blutung ist der Austritt von Blut aus einem BlutgefĂ€ĂŸ. Pathogenetisch zentral ist die Unterscheidung von Rhexis- und Diapedeseblutung sowie der hĂ€morrhagischen Diathesen.

Die Rhexisblutung (Zerreißungsblutung) entsteht durch eine GefĂ€ĂŸruptur (HĂ€morrhagie im engeren Sinne). Ursachen sind Trauma (Wunde, Polytrauma), Arrosion, GefĂ€ĂŸwanderkrankungen (z. B. Arteriosklerose) und Ruptur durch starke Druckunterschiede (z. B. arterielle Hypertonie).

Die Diapedeseblutung (Durchbruchblutung) ist der Austritt von Blutbestandteilen durch die Ă€ußerlich intakte GefĂ€ĂŸwand, z. B. bei starkem Blutstau.

Hinzu kommen die hĂ€morrhagischen Diathesen: thrombozytĂ€r bei Thrombozytopenie oder Thrombozytopathie, plasmatisch bei Koagulopathie, vaskulĂ€r bei GefĂ€ĂŸerkrankungen.

Weitere Einteilungen (Lage, Herkunft, Lokalisation)

Innere versus Ă€ußere Blutung: Bei der Ă€ußeren Blutung gelangt das Blut an die KörperoberflĂ€che (z. B. Hautwunden), bei der inneren Blutung in umliegendes Gewebe oder HohlrĂ€ume (z. B. gastrointestinale Blutungen).

Nach Herkunft: venöse, arterielle und Parenchymblutung (Blutung aus allen eröffneten GefĂ€ĂŸen bei ausgedehnten Schnitt-/Risswunden oder Parenchymverletzungen).

  • Hautblutungen: HĂ€matome, Petechien, Ekchymosen, Purpura, Sugillation, Suffusion
  • Seröse HohlrĂ€ume: HĂ€matothorax, HĂ€moperikard, HĂ€moperitoneum
  • Intrakraniell: EpiduralhĂ€matom, SubduralhĂ€matom, Subarachnoidalblutung, intrazerebrale Blutung
  • Weitere: spinale, gastrointestinale, Nieren-, Lungenblutung, HĂ€morrhoidalblutung, Epistaxis (Nasenbluten), Hyposphagma (Bindehautblutung), Vaginalblutung

Symptomatik

Lokal ist arterielles Blut hell und pulssynchron spritzend, venöses Blut dunkelrot und fließend.

Systemisch dominiert die kardiovaskulĂ€re Reaktion auf den Volumenverlust: ĂŒber die HypovolĂ€mie kommt es zur Gegenregulation. ❗ BlĂ€sse entsteht durch Kreislaufzentralisation, dazu ❗ Blutdruckabfall, Tachykardie und Hypoxie (ggf. mit Desorientiertheit). Eine chronische Blutung fĂŒhrt ĂŒber den Eisenverlust zur EisenmangelanĂ€mie. Das Geschehen kann bis zum hĂ€morrhagischen Schock fortschreiten.

LokalisationsabhÀngig drohen weitere Leitbilder: Erhöhung des intrakraniellen Drucks bei intrakraniellem HÀmatom (EDH, SDH, SAB, intrazerebrales HÀmatom), Pumpversagen bei HÀmoperikard (Cave: Perikardtamponade) und Dyspnoe beim HÀmatothorax.

  • Hb-wirksame Blutung = messbarer Abfall von HĂ€moglobin und HĂ€matokrit
  • Kreislaufwirksame Blutung = unzureichender Ausgleich des blutungsbedingten Volumenmangels

Fachspezifische Klassifikationen

Je nach Lokalisation existieren etablierte Klassifikationen.

  • ❗ Forrest-Klassifikation — endoskopische Einteilung der oberen gastrointestinalen Blutung (AktivitĂ€t und Rezidivrisiko)
  • BARC-Klassifikation — standardisierte Blutungsdefinition fĂŒr kardiovaskulĂ€re klinische Studien

Diagnostik

Die körperliche Untersuchung liefert bei Ă€ußeren Blutungen oft die Blickdiagnose; klinische Zeichen werden gezielt geprĂŒft, bei rektaler Blutung gehört die digital-rektale Untersuchung (DRU) dazu, um die Blutungsquelle einzugrenzen.

Labordiagnostik: Routine-Labor mit Hb, HĂ€matokrit, Blutbild und Gerinnungslabor, ggf. BGA (Laktat, SĂ€ure-Basen-Status als Schweregradmarker).

Bildgebung nach klinischer Situation: Sonografie (rasch verfĂŒgbar, z. B. eFAST bei freier FlĂŒssigkeit), Röntgen einschließlich Röntgen-Thorax, CT und MRT. Monitoring mit EKG, ergĂ€nzend Echokardiografie. Die weiterfĂŒhrende Diagnostik richtet sich nach Verdachtsdiagnose und Lokalisation.

Therapie

❗ Die Behandlung ruht auf lokaler Blutstillung, klinischer Stabilisierung und Therapie der Ursache.

Lokale Blutstillung: Wundverband, Druckverband, bei lebensbedrohlicher ExtremitÀtenblutung Tourniquet; chirurgisch Ligatur, HÀmatomausrÀumung und Tamponade.

Klinische Stabilisierung: Sauerstoffgabe, Volumenersatz primÀr mit kristalloiden Lösungen sowie Bluttransfusion; Katecholamine zur Kreislaufstabilisierung. Systemische HÀmostatika dienen der Gerinnungsoptimierung, der Hemmung der Fibrinolyse und der Thrombozytensubstitution; ggf. Desmopressin zur Thrombozytenaktivierung.

Übergeordnet gilt: möglichst Therapie der Ursache.

  • Cave: Hypothermie, Azidose und HypokalzĂ€mie hemmen die HĂ€mostase — aktiv vermeiden bzw. korrigieren
  • TranexamsĂ€ure — Antifibrinolytikum, frĂŒh bei relevanter (v. a. traumatischer) Blutung
  • Erythrozytenkonzentrat anheben — ein stark erniedrigter HĂ€matokrit hemmt die HĂ€mostase
  • GerinnungsprĂ€parate: Fibrinogen (Faktor I), FFP/GFP, Thrombozytenkonzentrat, PPSB, rekombinanter Faktor VIIa (Eptacog alfa), Faktor XIII (fibrinstabilisierend) bei Faktor-XIII-Mangel
  • Protamin — Antagonist von unfraktioniertem Heparin
  • Von-Willebrand-Faktor (Faktor-VIII-haltiges PrĂ€parat) bei von-Willebrand-JĂŒrgens-Syndrom Typ 2B oder 3

Komplikationen

Die zentrale Komplikation ist der hÀmorrhagische Schock mit konsekutivem Multiorganversagen.

  • Frage-Anker: therapeutische Maßnahmen allgemein (Blutstillung, Stabilisierung, Ursache) plus lokalisationsspezifische Beispiele (z. B. Endoskopie bei GI-Blutung, Tamponade bei Epistaxis).
  • ❗ Forrest = GI-Blutung; BARC = Studien.
  • Gerinnung schĂŒtzen: WĂ€rme, pH, Calcium, TranexamsĂ€ure.
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Blutung (HĂ€morrhagie)

Terminologie und Patientensprache

Der Fachbegriff HĂ€morrhagie (die HĂ€morrhagie; betont auf dem i) ist gleichbedeutend mit Blutung (die Blutung). Patientinnen und Patienten sprechen einfach davon, dass sie bluten.

  • Fachsprache: die HĂ€morrhagie, die Blutung
  • Patientensprache: „Es blutet.“ / „Es hat geblutet.“ / „Ich blute.“
  • Englisch (Übergabe/Literatur): bleeding, haemorrhage

❗ Eine Blutung (HĂ€morrhagie) ist der Austritt von Blut aus einem BlutgefĂ€ĂŸ. Im PatientengesprĂ€ch erkennen Sie die Gefahr an den Kreislaufzeichen — BlĂ€sse, Blutdruckabfall, schneller Puls — und ĂŒbergeben strukturiert. Achten Sie auf eine klare, patientengerechte Sprache und die korrekten Fachbegriffe.

Worauf Sie achten

Fragen Sie nach wo, wie lange, wie viel Blut, ob es hellrot und spritzend (eher arteriell) oder dunkel und fließend (eher venös) war, und nach blutverdĂŒnnenden Medikamenten (Gerinnungshemmer).

  • ❗ Alarmsymptome erfragen: BlĂ€sse, Schwindel, Herzrasen, kalter Schweiß
  • Vormedikation: BlutverdĂŒnner (z. B. Marcumar, ASS, NOAK)?

Erstmaßnahmen und Übergabe

Grundprinzip: Blutung stillen, Kreislauf stabilisieren, Ursache behandeln. Lokal helfen Druckverband und bei starker ExtremitÀtenblutung ein Tourniquet (Abbindesystem); parallel Sauerstoff, Infusion und bei Bedarf Bluttransfusion.

Übergabe strukturiert (Situation – Hintergrund – Befund – Empfehlung): „Ich stelle Ihnen Frau/Herrn 
 vor. Aktuelle Blutung aus 
 seit 
 Der Kreislauf zeigt BlĂ€sse und Blutdruckabfall. Ich empfehle Blutstillung, Volumengabe und Kontrolle der Gerinnung.“

  • Leitzeichen fĂŒr den Schweregrad: BlĂ€sse, Blutdruckabfall, Tachykardie → drohender hĂ€morrhagischer Schock.
  • Immer nach Gerinnungshemmern fragen.
  • Prinzip: stillen – stabilisieren – Ursache behandeln.
FSP tief

Blutung (HĂ€morrhagie)

Terminologie und Patientensprache

Der Fachbegriff HĂ€morrhagie (die HĂ€morrhagie, betont auf dem i: hĂ€morrhag-i) entspricht der Blutung (die Blutung). Im GesprĂ€ch mit Patientinnen und Patienten verwenden Sie die einfache Form; in Dokumentation und kollegialer Übergabe den Fachbegriff.

  • Fachsprache: die HĂ€morrhagie, die Blutung
  • Patientensprache: „Es blutet.“ / „Es hat geblutet.“ / „Ich blute.“
  • Englisch: bleeding, haemorrhage
  • Wichtige Fachbegriffe patientengerecht erklĂ€ren: HĂ€matom = „Bluterguss“, Epistaxis = „Nasenbluten“, Petechien = „kleine punktförmige Hauteinblutungen“, Transfusion = „BluttĂŒbertragung/Blutkonserve“, Gerinnung = „Blutgerinnung“

❗ Die Blutung (HĂ€morrhagie) ist der Austritt von Blut aus einem BlutgefĂ€ĂŸ. FĂŒr die FSP zĂ€hlen die sichere Terminologie, eine patientengerechte Anamnese, das Erkennen der Kreislaufzeichen und eine strukturierte Übergabe. Das therapeutische Grundprinzip lautet: Blutung stillen, Kreislauf stabilisieren, Ursache behandeln.

Anamnese: gezielte Fragen

Erfassen Sie Quelle, Menge und Dynamik der Blutung sowie Risikofaktoren. Formulieren Sie offen und respektvoll in der Sie-Form.

  • „Wo blutet es, und seit wann?“
  • „War das Blut eher hellrot und spritzend oder dunkel und fließend?“
  • „Wie viel Blut war es ungefĂ€hr — eher tropfenweise oder stark?“
  • „Hatten Sie Schwindel, Herzrasen oder ist Ihnen schwarz vor Augen geworden?“
  • „Nehmen Sie blutverdĂŒnnende Medikamente ein, zum Beispiel Marcumar, ASS oder ein neueres Mittel (NOAK)?“
  • „Gibt es in Ihrer Familie eine Blutungsneigung oder bekommen Sie schnell blaue Flecken?“

Klinische Einordnung

Unterscheiden Sie Ă€ußere Blutung (das Blut erreicht die KörperoberflĂ€che, z. B. Hautwunde, Nasenbluten) von innerer Blutung (in Gewebe oder HohlrĂ€ume, z. B. gastrointestinale Blutung), die von außen nicht sichtbar ist.

Die Gefahr bemisst sich an der Kreislaufwirksamkeit: Bei relevantem Volumenverlust kommt es ĂŒber die HypovolĂ€mie zur Kreislaufzentralisation mit BlĂ€sse, dann zu Blutdruckabfall, Tachykardie und Hypoxie — bis zum hĂ€morrhagischen Schock. Eine lĂ€nger bestehende Blutung kann sich als AnĂ€mie (Blutarmut) mit MĂŒdigkeit und BlĂ€sse zeigen.

  • ❗ Warnzeichen am Kreislauf: BlĂ€sse, Blutdruckabfall, Tachykardie
  • Lokalisationen mit Eigengefahr: HĂ€matothorax (Atemnot), HĂ€moperikard (Pumpversagen), intrakranielle Blutung (Druck im Kopf)

Diagnostik und Therapie patientengerecht erklÀren

ErklĂ€ren Sie geplante Schritte einfach: „Wir nehmen Ihnen Blut ab, um den Blutwert (HĂ€moglobin) und die Gerinnung zu prĂŒfen.“ „Mit dem Ultraschall schauen wir, ob sich irgendwo Blut ansammelt.“ Je nach Lage folgen Röntgen oder eine Computertomografie (CT).

Therapieprinzip: zuerst die Blutung stillen (Druckverband, bei starker ExtremitĂ€tenblutung ein Tourniquet/Abbindesystem, ggf. operativ durch Abbinden oder Tamponade), dann den Kreislauf stabilisieren (Sauerstoff, Infusionen, bei Bedarf Bluttransfusion), und die Ursache behandeln. Die Gerinnung wird unterstĂŒtzt, etwa mit TranexamsĂ€ure; wichtig ist, UnterkĂŒhlung zu vermeiden und den Calcium-Spiegel im Auge zu behalten, weil KĂ€lte und niedriges Calcium die Blutstillung verschlechtern.

Strukturierte Übergabe

Übergeben Sie nach dem Schema Situation – Hintergrund – Befund/Beurteilung – Empfehlung: „Ich ĂŒbergebe Ihnen Frau/Herrn 
, 
 Jahre. Situation: aktive Blutung aus 
 seit etwa 
 Stunden. Hintergrund: bekannte Einnahme von 
 (Gerinnungshemmer). Befund: Patient ist blass, Blutdruck 
 mmHg, Puls 
 pro Minute, Hb 
. Empfehlung: lokale Blutstillung, Volumengabe, Kontrolle und Korrektur der Gerinnung, ggf. Transfusion und Ursachensuche.“

  • Terminologie sicher: HĂ€morrhagie = Blutung; patientensprachlich „es blutet“.
  • Immer nach Gerinnungshemmern und Blutungsneigung fragen.
  • Schweregrad am Kreislauf ablesen: BlĂ€sse, Blutdruckabfall, Tachykardie.
  • Prinzip: stillen – stabilisieren – Ursache behandeln; Gerinnung schĂŒtzen (WĂ€rme, Calcium, TranexamsĂ€ure).
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