Zum Inhalt springen

EXPRESS ¡ M1

Zentrales Nervensystem – Entwicklung der Hirnbläschen

Schemazeichnung der Untergliederung des embryonalen Gehirns: das Neuralrohr differenziert sich in Vorderhirn (Prosencephalon), Mittelhirn (Mesencephalon) und Rautenhirn (Rhombencephalon) mit den sekundären Hirnbläschen Telencephalon, Diencephalon, Metencephalon und Myelencephalon.
Nrets , vector conversion by Surachit ¡ EmbryonicBrain ¡ CC BY-SA 3.0 ¡ via Wikimedia Commons

Aus dem kranialen Ende des Neuralrohrs entstehen zunächst drei primäre Hirnbläschen, die sich weiter in fßnf sekundäre Hirnbläschen gliedern. Diese entsprechen den fßnf definitiven Hirnabschnitten des adulten Gehirns. Parallel dazu entwickelt sich das Lumen des Neuralrohrs zum Ventrikelsystem.

  • Primäre Hirnbläschen: Prosencephalon, Mesencephalon, Rhombencephalon.
  • Sekundäre Gliederung: Prosencephalon → Telencephalon + Diencephalon; Rhombencephalon → Metencephalon + Myelencephalon; Mesencephalon bleibt ungeteilt.
  • FĂźnf definitive Abschnitte: Telencephalon, Diencephalon, Mesencephalon, Metencephalon, Myelencephalon.
  • Telencephalon → Großhirnhemisphären mit Seitenventrikeln; Diencephalon → III. Ventrikel.
  • Mesencephalon → Aquaeductus mesencephali; Metencephalon (Pons, Kleinhirn) + Myelencephalon (Medulla oblongata) → IV. Ventrikel.

Quellen

  1. Schünke/Schulte/Schumacher „Prometheus – LernAtlas der Anatomie: Kopf, Hals und Neuroanatomie“ (Thieme)
  2. IMPP Gegenstandskatalog GK1 (Erster Abschnitt der Ärztlichen Prüfung)
  3. Neuroanatomy, Neural Tube Development and Stages (StatPearls, NCBI Bookshelf)

tief ¡ M1

Zentrales Nervensystem – Entwicklung der Hirnbläschen

Schemazeichnung der Untergliederung des embryonalen Gehirns: das Neuralrohr differenziert sich in Vorderhirn (Prosencephalon), Mittelhirn (Mesencephalon) und Rautenhirn (Rhombencephalon) mit den sekundären Hirnbläschen Telencephalon, Diencephalon, Metencephalon und Myelencephalon.
Nrets , vector conversion by Surachit ¡ EmbryonicBrain ¡ CC BY-SA 3.0 ¡ via Wikimedia Commons

Das Neuralrohr entsteht durch Neurulation aus dem Neuroektoderm und verschließt sich zuerst zentral, dann Richtung Neuroporus anterior und posterior. Am kranialen Ende bilden sich durch ungleiches Wachstum drei Auftreibungen – die primären Hirnbläschen Prosencephalon, Mesencephalon und Rhombencephalon –, während der kaudale Anteil das Rückenmark bildet. In der fünften Entwicklungswoche gliedern sich Prosencephalon und Rhombencephalon jeweils weiter, sodass fünf sekundäre Hirnbläschen entstehen, die direkt den fünf definitiven Hirnabschnitten des Erwachsenen entsprechen. Das Lumen dieser Bläschen wird zum Ventrikelsystem, wobei die Beziehung zwischen Hirnabschnitt und zugehörigem Ventrikelanteil ein zentrales Ordnungsprinzip der Neuroanatomie ist und regelmäßig geprüft wird.

Von primär zu sekundär

Prosencephalon (Vorderhirn) teilt sich in Telencephalon (Endhirn: Großhirnhemisphären, Basalganglien, Rhinencephalon) und Diencephalon (Zwischenhirn: Thalamus, Hypothalamus, Epithalamus, Subthalamus). Das Mesencephalon (Mittelhirn) bleibt als einziges primäres Bläschen ungeteilt. Rhombencephalon (Rautenhirn) teilt sich in Metencephalon (Pons und Cerebellum) und Myelencephalon (Medulla oblongata, geht kontinuierlich ins Rückenmark über).

Zuordnung Hirnabschnitt – Ventrikel

Telencephalon bildet die Seitenventrikel, Diencephalon den III. Ventrikel, Mesencephalon den engen Aquaeductus mesencephali (kein eigentlicher Ventrikel), Metencephalon und Myelencephalon gemeinsam den IV. Ventrikel. Diese Zuordnung erklärt topografisch, warum Fehlbildungen einzelner Hirnabschnitte spezifische Ventrikelfehlbildungen nach sich ziehen.

  • Primäre Hirnbläschen (4. Woche): Prosencephalon, Mesencephalon, Rhombencephalon.
  • Sekundäre Hirnbläschen (5. Woche, 5 StĂźck): Telencephalon, Diencephalon, Mesencephalon, Metencephalon, Myelencephalon.
  • Prosencephalon → Telencephalon + Diencephalon; Rhombencephalon → Metencephalon + Myelencephalon; Mesencephalon teilt sich nicht.
  • Ventrikelzuordnung: Telencephalon → Seitenventrikel, Diencephalon → III. Ventrikel, Mesencephalon → Aquaeductus, Met-/Myelencephalon → IV. Ventrikel.
  • Das Myelencephalon geht kontinuierlich in das RĂźckenmark Ăźber, dessen Zentralkanal die kaudale Fortsetzung des Ventrikelsystems bildet.
  • ⚠️ PrĂźfungsfalle: Das Mesencephalon bleibt als einziges primäres Hirnbläschen unverändert (kein sekundäres Teilungsschritt) und bildet keinen echten Ventrikel, sondern nur den engen Aquaeductus mesencephali – ein beliebter Distraktor in PrĂźfungsfragen zur FĂźnfergliederung.

Quellen

  1. Schünke/Schulte/Schumacher „Prometheus – LernAtlas der Anatomie: Kopf, Hals und Neuroanatomie“ (Thieme)
  2. IMPP Gegenstandskatalog GK1 (Erster Abschnitt der Ärztlichen Prüfung)
  3. Neuroanatomy, Neural Tube Development and Stages (StatPearls, NCBI Bookshelf)
EXPRESS Videos Widget
🏃‍♂️