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Physikalische GrĂ¶ĂŸen, Einheiten und Messunsicherheit

Deutschsprachige Infografik zum Zusammenhang der sieben SI-Basiseinheiten, abgeleiteter SI-Einheiten und zugelassener Nicht-SI-Einheiten.
Harubert · Infografik SI Einheiten Zusammenhang · CC BY-SA 4.0 · via Wikimedia Commons

Physikalische GrĂ¶ĂŸen bestehen aus Zahlenwert und Einheit. Das SI-System definiert sieben BasisgrĂ¶ĂŸen mit ihren Basiseinheiten: LĂ€nge (Meter), Masse (Kilogramm), Zeit (Sekunde), elektrische StromstĂ€rke (Ampere), Temperatur (Kelvin), Stoffmenge (Mol) und LichtstĂ€rke (Candela). Skalare GrĂ¶ĂŸen (z. B. Masse, Temperatur) besitzen nur einen Betrag, VektorgrĂ¶ĂŸen (z. B. Kraft, Geschwindigkeit) zusĂ€tzlich eine Richtung. Jede Messung ist mit einer Messunsicherheit behaftet, die sich bei Berechnungen aus mehreren MessgrĂ¶ĂŸen fortpflanzt (Fehlerfortpflanzung).

  • ❗ Die sieben SI-BasisgrĂ¶ĂŸen: LĂ€nge (m), Masse (kg), Zeit (s), StromstĂ€rke (A), Temperatur (K), Stoffmenge (mol), LichtstĂ€rke (cd)
  • Abgeleitete GrĂ¶ĂŸen entstehen aus Kombination von BasisgrĂ¶ĂŸen (z. B. Geschwindigkeit = LĂ€nge/Zeit)
  • VektorgrĂ¶ĂŸen (Kraft, Geschwindigkeit, Beschleunigung) haben Betrag UND Richtung; Skalare (Masse, Energie, Temperatur) nur Betrag
  • Systematische Fehler verzerren Messwerte einseitig; zufĂ€llige Fehler streuen um den wahren Wert
  • Bei Multiplikation/Division addieren sich relative Messunsicherheiten nĂ€herungsweise; bei Addition/Subtraktion die absoluten Unsicherheiten

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Physikalische GrĂ¶ĂŸen, Einheiten und Messunsicherheit

Deutschsprachige Infografik zum Zusammenhang der sieben SI-Basiseinheiten, abgeleiteter SI-Einheiten und zugelassener Nicht-SI-Einheiten.
Harubert · Infografik SI Einheiten Zusammenhang · CC BY-SA 4.0 · via Wikimedia Commons

Das Internationale Einheitensystem (SI) definiert sieben unabhĂ€ngige BasisgrĂ¶ĂŸen (LĂ€nge, Masse, Zeit, elektrische StromstĂ€rke, thermodynamische Temperatur, Stoffmenge, LichtstĂ€rke), aus denen sich alle weiteren physikalischen GrĂ¶ĂŸen als Produkte oder Quotienten dieser BasisgrĂ¶ĂŸen ableiten lassen (z. B. Kraft = Masse · LĂ€nge / ZeitÂČ). GrĂ¶ĂŸen werden in Skalare (nur Betrag, z. B. Masse, Energie, Temperatur, Zeit) und Vektoren (Betrag und Richtung, z. B. Kraft, Geschwindigkeit, elektrisches Feld) unterschieden; Rechenoperationen mit VektorgrĂ¶ĂŸen (Addition, Vektorprodukt) folgen anderen Regeln als mit Skalaren und mĂŒssen die Richtungskomponenten berĂŒcksichtigen. Jede reale Messung besitzt eine Messunsicherheit, die aus dem Auflösungsvermögen des MessgerĂ€ts, systematischen Abweichungen (z. B. Kalibrierfehler, immer in gleicher Richtung) und zufĂ€lligen Schwankungen (statistisch um den wahren Wert verteilt, durch Mehrfachmessung reduzierbar) resultiert.

Fehlerfortpflanzung bei GrĂ¶ĂŸengleichungen

Wird eine ErgebnisgrĂ¶ĂŸe aus mehreren gemessenen EinzelgrĂ¶ĂŸen berechnet, pflanzen sich deren Unsicherheiten fort. Bei Summen und Differenzen addieren sich die absoluten Unsicherheiten der EinzelgrĂ¶ĂŸen. Bei Produkten und Quotienten addieren sich nĂ€herungsweise die relativen (prozentualen) Unsicherheiten der EinzelgrĂ¶ĂŸen. Dies hat praktische Konsequenz fĂŒr medizinische Messverfahren: Eine GrĂ¶ĂŸe, die aus mehreren ungenau gemessenen Einzelwerten berechnet wird (z. B. Herzminutenvolumen aus Herzfrequenz und Schlagvolumen), trĂ€gt eine grĂ¶ĂŸere relative Unsicherheit als jede Einzelmessung.

  • ❗ Sieben SI-BasisgrĂ¶ĂŸen mit Einheiten: Meter, Kilogramm, Sekunde, Ampere, Kelvin, Mol, Candela – alle anderen Einheiten sind daraus abgeleitet
  • VektorgrĂ¶ĂŸen benötigen Betrag UND Richtung; bei ihrer Addition ist die geometrische (vektorielle) Summation zu beachten, nicht die einfache Addition der BetrĂ€ge
  • Bei Produkten/Quotienten addieren sich relative Unsicherheiten; bei Summen/Differenzen addieren sich absolute Unsicherheiten
  • Systematische Fehler sind reproduzierbar und einseitig gerichtet (z. B. falsch kalibriertes GerĂ€t); zufĂ€llige Fehler streuen symmetrisch und werden durch Mittelung ĂŒber mehrere Messungen reduziert
  • ⚠ PrĂŒfungsfalle: Die Addition von Vektoren (z. B. zwei KrĂ€fte in unterschiedlicher Richtung) ergibt nicht die Summe der BetrĂ€ge, sondern erfordert vektorielle (geometrische) Addition
  • ⚠ PrĂŒfungsfalle: Eine hohe PrĂ€zision (geringe Streuung, reproduzierbar) ist nicht gleichzusetzen mit hoher Richtigkeit/Genauigkeit (NĂ€he zum wahren Wert) – ein systematisch verzerrtes GerĂ€t kann prĂ€zise, aber falsch messen
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